Erstellt am 30. April 2013, 09:17

Förderer des Wachstums. Chevrolet | Neuzugang im stark besetzten Segment der Kompakt-SUVs: Trax, technischer Bruder des Opel Mokka.

Chevrolet Trax small SUV  |  NOEN, www.weigl.biz 2013
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Es wäre zu spät, erst jetzt zu sagen, dass SUVs im Kommen sind. Sie sind schon längst da! Und es ist kein Ende abzu-
sehen – jetzt, da vor allem die kompakten und subkompakten Hochbeinigen den Markt geradezu stürmen. Momentan nehmen sie in Österreich einen Marktanteil von 13 Prozent ein. Für die kommenden drei Jahre werden bis zu 17 Prozent prognostiziert …
 
So gut wie alle Hersteller füllen derzeit ihre Fahrzeug-Programme um ein Sports-Utility- Vehicle auf. Ebenso Chevrolet, wo der neue Trax auch die Komplettierung der Modellpalette fortsetzt. Positioniert haben will ihn die US-Marke mit dem Hintergrund Südkorea (wo er produziert wird) als globalen Player. Als solcher ist er der technische Zwillingsbruder des Opel Mokka (der im Herbst des Vorjahres seinen Marktstart hatte). Ähnlich sieht er diesem nur im Heckbereich, an der Front ähnelt er seinem größeren Bruder Captiva. Das typische, markante Bowtie-Logo trägt er prominent im Gesicht.
 
Abgesehen vom globalen Einsatz will Chevrolet mit dem 4,25 Meter langen, 1,78 Meter breiten, 1,67 Meter hohen, auf 2,56 Meter Radstand stehenden (Auch-)Geländegänger an das 78-jährige SUV-Erbe anknüpfen, an dessen Anfang der Suburban Carryall von 1935 stand – und das Verkaufswachstum weiter fördern. Ein kräftiges Argument dafür ist der günstige Preis, der rund 2.000 e unter dem Blitz-Verwandten liegt – was aus unterschiedlichen Ausstattungen resultiert. Wahlweise motorisiert ist der ab 1.278 Kilogramm schwere Fünfsitzer, der ein Ladevolumen zwischen 356 und 1.370 Liter offeriert, mit einem 1,7-Liter-Turbodiesel (130 PS) oder mit einem 1,6-Liter-Benziner (115 PS) oder mit einem 1,4-Liter-Turbo-Benziner (140 PS) aus dem österreichischen Motorenwerk in Wien-Aspern. Der größere Ottomotor wird über ein manuelles Fünf-Gang-Getriebe geschaltet, der kleinere verfügt über sechs Gänge, beim Selbstzünder sind – manuell oder automatisch – sechs Schaltgänge zu haben. Allradantrieb gibt es für den Turbo-Benziner serienmäßig, für den handgeschalteten Diesel optional (sonst Frontantrieb). Über ein Start/Stopp-System verfügen alle Versionen mit manuellem Getriebe. Unter dem Verbrauchsstrich stehen im Norm-Mix zwischen 4,5 und 6,5 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 120 bis 159 Gramm pro Kilometer).
 
Der allradgetriebene Turbobenziner kam auf einer durchwegs tempolimitkonform gefahrenen gemischten Testrunde durch die Küstenlandschaft Dalmatiens mit unter sieben Litern aus (Norm-Angabe: 6,4 Liter). Dabei zeigte sich der Motor munter, bei dezentem Geräuschniveau, das Fahrwerk filterte brav die (seltenen) Fahrbahngemeinheiten aus, die Lenkung bewies ausreichende Präzision. Der im Vergleich dazu gefahrene Diesel bewies sich als zugkräftig, zuweilen aber reichlich brummig. Als sehr hilfreich im verzweigten Straßensystem bewies sich Chevrolets Infotainment-System „MyLink“. Es arbeitet mit Smartphone-Apps (Betriebssysteme iOS und Android), zum Beispiel mit „BringGo“ für Navigation. Es ist kinderleicht bedienbar, man kann sich auch seine eigene Musik in den Chevrolet laden.