Erstellt am 22. September 2014, 12:00

von Beatrix Keckeis-Hiller

Ford Focus im neuen Design. Die Kölner aktualisierten ihren Kompaktstar Focus optisch sowie technisch, machten ihn fit für die neue Euro-6-Abgasnorm.

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Beeindruckend sind die Zahlen, die Ford für den Focus präsentiert. Seit der Modelleinführung des Kompakten (1998) wurde er in bisher drei Generationen zwölf Millionen Mal in 140 Märkten verkauft. Gebaut wird er an acht Standorten, in Europa, in Nord- und Südamerika sowie in Asien.

Jährliche Produk-tionskapazität: 1,5 Millionen Fahrzeuge. Das unterstreicht die Wichtigkeit des Modells, das laut Ford-Bossen einen entscheidenden Einfluss auf das Image der Pflaumenmarke hat. Und das soll sich natürlich nicht ändern – im Gegenteil! Man hat unter den Mitbewerbern vor allem den VW-Konzern im Visier …

Schärfung von Front- und Heckdesign

Um Golf, A3, Octavia und Leon Paroli bieten zu können, wurde die aktuelle, seit 2011 auf dem Markt befindliche Focus-Generation jetzt grundlegend aktualisiert und gleichzeitig fit gemacht für die neue Euro-6-Abgasnorm. Optisch identifizierbar ist das Facelift an einer Schärfung des Front- sowie Heckdesigns, womit eine Optimierung der Aerodynamik Hand in Hand ging.

Überarbeitet wurde auch das Interieur – bei der Knöpferllandschaft wurde aufgeräumt. Die Kommandozentrale ist damit nicht nur wesentlich übersichtlicher, sondern auch wirklich intuitiv durchschau- und bedienbar. Das gilt ebenfalls für die neue Generation des Kommunikationssystems, des Ford SYNC 2. Eine der Stammdomänen des Focus, seine Fahraktivität, wurde einem spürbaren Feinschliff unterzogen. Mit steiferen und strafferen Federn, einer noch präziseren Lenkung und noch transparenterer Fahrwerksrückmeldung.

Neue verfeinerte Geräuschdämmung

Zur Unterstützung der Fahrsicherheit bekam das elektronische Stabilitätsprogramm die „erweiterte Stabilität“ dazu, ein vorausschauend agierendes Assistenzsystem. Eindrucksvoll zu erfahren war das auf streckenweise wild von Frostaufbrüchen übersäten Straßen im andalusischen Hochland rund um Granada. Dabei hat die verfeinerte Geräuschdämmung sehr gut gefallen. Dass sich der Fahrtwind akustisch recht prominent zu Wort meldet, ist dabei umso mehr aufgefallen.

Dafür glänzen, abgesehen vom bewährten 2,0 TDCi (Selbstzünder mit 150 PS, in der Topversion mit 180 PS), besonders die neuen Motorisierungen mit Drehfreudigkeit und Laufkultur: ein 1,5-Liter-Benziner (EcoBoost) mit 150 bzw. 182 PS sowie ein 1,5-Liter-Diesel (TDCi) mit 95 bzw. 120 PS.

Beide sind Vierzylinder, beide ersetzen sukzessive die bisherigen 1,6-Liter (die nach wie vor vorerst angeboten werden, allerdings erfüllt der Selbstzünder erst ab kommendem März die Euro-6-Abgasnorm). Insgesamt beziffert Ford die Effizienzsteigerung über die gesamte Motorenpalette hinweg mit 19 Prozent. Das Leistungsspektrum der aktuellen Antriebe umfasst 85 bis 250 PS. Nach Österreich kommt der „Focus 3.2“ als Fünftürer und als Kombi, der traditionellerweise Traveller heißt.


Neu: Ford Focus

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, Markteinführung Mitte Jänner (Vienna Auto Show). Fünftürer: Benziner ab 17.650 €, Diesel ab 21.450 €. Kombi: Benziner ab 18.900 €, Diesel ab 22.700 €. Sonderpreis zur Markteinführung: 1.0 EcoBoost Trend mit 100 PS, fünftürig, inklusive Einparkassistent: 15.990 €.
Das Einstiegsmodell Ambiente hat: sechs Airbags, ESP, Berganfahrassistent, Reifendruckkontrolle, schlüsselloser Start, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne, Audiosystem. Weitere Ausstattungsstufen: Trend (Klimaanlage, Lederlenkrad), Titanium (Zwei-Klimaautomatik, Ford SYNC-System, 16-Zoll-Aluräder). Optionale Assistenzsysteme: Active City Stopp, adaptiver Tempomat, aktiver Einparkassistent, Rückfahrkamera, Querverkehrswarner.
Prognostizierter Karosseriemix: 60 Prozent Fünftürer, 40 Prozent Kombi.