Erstellt am 08. Juni 2015, 09:12

von Michaela Fleck-Regenfelder

Ford Mondeo Hybrid Titanium im NÖN-Test. Der Mondeo ist so schneidig wie kaum einer unter den Hybriden. Und ist dabei ein Umweltschützer: Nur 99 Gramm CO2!

Grüne Eleganz: Mondeo mit Hybridantrieb (ausschließlich als Viertürer zu haben, und natürlich mit dem Aston-Martin-Kühlergrill). Im Kofferraum und im Tank ist zwar dank der Lithium-Ionen-Akkus (hinter den Rücksitzen verbaut) weniger Platz, dafür steht ihm die Sonderlackierung Arktis-Weiß sehr gut.  |  NOEN, Ford
In den USA hat die Ford-Familie schon länger einen Hybriden im Programm. Nur in Europa hieß es für die Umweltschützer: Bitte warten! Bis in Valencia, in Spanien, der erste Mondeo mit Hybridantrieb vom Band lief. Und die Limousinen-Klasse aus dem Hause Ford nicht länger „nur“ groß und stark war, sondern auch grün.

Sparsam und umweltfreundlich

Fords erster europäischer Hybride steckt im eleganten Blechkleid des Viertürers. Hat einen starken Benziner, dazu noch zwei Elektromotoren am Antriebsstrang – ergibt satte 187 PS Gesamtleistung.

Für einen Hybriden ist die PS-Stärke durchaus okay. Für einen 1,6-Tonner mit 4,2 Liter Durchschnittsverbrauch ist das auch noch ziemlich sparsam. Wobei: Nur mit Strom fährt er gerade mal fünf Kilometer weit (bis zu 135 km/h).

In der Theorie. In der Praxis wird elektrisch gestartet (darum kümmert sich der Elektromotor unter der Haube). Und bei wenig Gas auch zwischendurch gefahren (da sorgt der zweite Elektromotor hinter der Rückbank per Energierückgewinnung für das Aufladen der Batterie). Umschalten von Benzin auf Strom geht nicht, anstecken an der Steckdose auch nicht.



Dafür schafft es die Active Noise Control, zumindest den größten Teil der Heulerei beim Schnell-Mal-Gas-Geben zu dämpfen. Fahren lässt sich die Ford-Mittelklasse ganz unspektakulär. Das Fahrwerk ist – typisch Ford – hervorragend und hat die richtige Mischung zwischen sportlich-dynamisch und komfortabel.

Innen gibt es so viel Platz und, im Titanium, so viel Luxus, wie es sich für eine Limousine gehört. Und im Raumschiff-Cockpit winkt ein Strauß grüner Blätter leise zum Abschied …


Im BVZ-Test: Ford Mondeo Hybrid Titanium

Karosserie: vier Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.871 x 1.852
x 1.482 Millimeter, Radstand 2.850 Millimeter, Wendekreis (Wand-zu-Wand) 11,5 Meter, Eigengewicht 1.579 Kilogramm, Anhängelast gebremst 1.450 Kilogramm, Kofferraumvolu-men 383 Liter, Tankinhalt 53 Liter.

Motor: Hybrid – Benzin-Direkteinspritzer (1.999 Kubikzentimeter, vier Zylinder), zwei Elektromotoren (Lithium-Ionen-Batterie, 1,4 Kilowattstunden); Systemleistung 187 PS, 300 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 187 km/h, in 9,2 Sekunden auf Tempo 100, 4,2 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 99 Gramm CO2 pro Kilometer, Abgasnorm Euro 6.

Kraftübertragung: Frontantrieb, stufenlose Sechs-Gang-Automatik.

Preis & Ausstattung: ab 36.750 € – inklusive (u. a.): sieben Airbags, ESP, Berganfahrassistent, regeneratives Bremssystem, Active Noise Control (aktive Lärmkompensation), Fahrspurassistent mit Müdigkeitswarner, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Scheinwerferassistent, Verkehrsschilderkennung, MyKey-Schlüssel-system, Audiosystem mit Touchscreen, Sportsitze vorne, Zwei-Zonen-Klimaautomatik.

Fazit: Nobler Umweltschützer!