Erstellt am 06. August 2014, 12:24

Fünf Prozent der Autounfälle wegen Müdigkeit. Müdigkeit am Steuer und daraus resultierende Fahrfehler sind eine potenzielle Gefahr im Straßenverkehr.

"Übermüdung ist bei fünf Prozent die Ursache der tödlichen Unfälle", warnte Christoph Mondl von der ÖAMTC-Fahrtechnik am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Anlass war die Präsentation des neuen Fahrtrainings "Fit & Drive", das der Automobilclub mit dem Versicherer Uniqa anbietet. 

Die Dunkelziffer betrage sogar bis zu 30 Prozent, so Mondl. Autofahren sei ein "Hochleistungssport für das Gehirn" sagte der Sportwissenschafter Toni Klein - bei einer einstündigen Fahrt verbrenne man 150 Kalorien. Stephan Eberharter, Riesenslalom-Olympiasieger 2002, hatte Tipps parat, um die Konzentration aufrecht zu erhalten. "Bei einer vierstündigen Fahrt plane ich ein bis zwei Pausen an der frischen Luft ein", erzählte Eberharter aus der eigenen Fahrpraxis. Neben relativ bekannten Maßnahmen während der Pausen wie etwa Dehnungsübungen wurde leichte Kost für unterwegs empfohlen. Auch ein Thera-Band im Pkw sei kein Fehler, ergänzte Klein, der zudem einfaches Bälle zuwerfen während der Fahrpausen zur Konzentrationserhöhung empfiehlt.

Der ÖAMTC rät, erste Anzeichen von Müdigkeit wie etwa brennende Augenlider oder häufiges Augenzwinkern ernst zu nehmen und auf eine Weiterfahrt zu verzichten.