Erstellt am 07. Februar 2011, 08:55

Für kleine & große Sparer. MAZDA / Der eine ist ein fescher Stadtfloh, der andere ein kompakter Sparefroh. Sympathisch sind beide, praktisch auch. Ein Familientreffen auf Japanisch – zwischen Mazda2 und Mazda3.

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VON MICHAELA FLECK

Familienfehden? Bruderzwiste? Kennen sie nur vom Hörensagen, die Japaner. Genauer: die Japaner mit den Flügeln im Logo. Die haben nicht nur alle denselben Vornamen (nämlich: Mazda). Sondern auch sonst jede Menge Gemeinsamkeiten, in der mittlerweile kräftig angewachsenen Großfamilie.

Wie der Mazda2 und der Mazda3. Nicht einmal drei Meter der eine, gut 4,5 Meter der andere, kommen die „Kleinsten“ aus dem Limousinen-Zweig des Mazda-Stammbaums beide schön kompakt daher. Ein bisschen frecher, ein bisschen peppiger der 2er (war auch erst im November auf Frischzellenkur), noch immer chic der 3er (ist schon seit über sechs Jahren im Rennen). Größte Ähnlichkeit: die schmalen, schrägen Augen und die lächelnde Unterlippe. Dazu hat der Mazda2 noch eine kecke Falte auf der Nase – und der Mazda3 ein paar sportliche Lufteinlässe über den Nebelleuchten.

Innen punkten beide mit soliden Materialien, nicht übermäßig vielen, dafür aber klugen Ablagen und guter Bedienbarkeit. Schnickschnack hat weder der eine noch der andere, dafür aber eine ellenlange Ausstattungsliste.

Und: die Lizenz zum Sparen. Die haben die Japaner vor allem ihrem neuen Diesel mit dem 3er am mandelförmigen Heck ins Datenblatt geschrieben. Gerade einmal 4,4 Liter braucht der 116 PS starke Diesel auf 100 Kilometer (wir schafften in der Praxis knapp 4,8 Liter), und stemmt trotzdem satte 270 Newtonmeter Drehmoment. Fährt sich fein, flott und ist nur beim winterlichen Kaltstart etwas lauter.

Der stärkste Benziner im Mazda2 ist dagegen ein echter, kleiner Sportler. Kommt auf 102 PS Leistung, braucht allerdings etwas mehr (nämlich rund 5,8 Liter) und spuckt auch mehr (135 Gramm CO2– der Diesel im 3er kommt nur auf vorbildliche 117).

Ach ja: Wer im Winter etwas Farbe in den grauen Alltag bringen will, der muss dann doch zum kleinen Bruder greifen. Und zum Beispiel zur Außenfarbe Spirited- Grün.

Die hat der große Bruder nicht im Programm. Statt dessen (noch) ein paar Extras mehr, wie die beheizbare Windschutzscheibe, die Reifendruckkontrolle, das Bose-Soundsystem oder auch den Spurwechselassistenten (im Topmodell TX Plus alles inklusive). Und wer, für die eigene Großfamilie, dann doch mehr Platz braucht, der kann trotzdem in der Mazda-Familie bleiben. Zum Beispiel beim Mazda5 mit dem brandneuen (und ebenso sparsamen) Einstiegsdiesel …