Erstellt am 09. Juli 2013, 10:52

Gelände kann er genauso gut …. Land Rover | Der neue Range Rover Sport ist noch dynamischer, noch agiler und noch offroadtauglicher … Respekt!

 |  NOEN, Nick Dimbleby
Von Beatrix Keckeis

In 5,3 Sekunden von 0 auf 100, Topspeed 250 km/h – Eckdaten, die man nicht grundsätzlich mit einem SUV in Zusammenhang bringt. Doch wenn die Engländer Sport meinen, dann ist das ernst gemeint, und dann sind solche Werte nicht bloß ein Statement, sondern eine Tatsache! Wie beim neuen Range Rover Sport, der rund ein Dreivierteljahr nach dem „großen“ Rangie die exklusive Szene der Hochleistungs-SUVs betritt.
Auf Basis seines Offroad-Bruders besteht der 4,85-Meter-Muskel-Range zu 75 Prozent aus modifizierten und eigens kon-struierten Elementen. Sein dynamisiertes Styling rückt ihn näher an den kleinen Bruder Evoque. Fortgesetzt ist die Leichtbauphilosophie, dank Aluminiumbauweise ist er um 420 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Er bringt jetzt ab 2.115 Kilogramm auf die Waage – bei unveränderter Maximalzugkraft von 3,5 Tonnen.

Auf höhere Steifigkeit getrimmt sind Karosserie und Fahrwerk. Luftfederung ist Serie. Die sportliche Orientierung setzt sich im fein aufgeräumten Interieur fort, u. a. anhand stärker konturierter Sitze in beiden Reihen. Über Platzmangel kann man nirgends klagen, weder vorne noch hinten. Dazu addierte Land Rover als neues Feature eine Siebensitzoption. Die dritte Reihe kann – auf Knopfdruck – im Kofferraumboden versenkt werden, dann ist das Ladevolumen von 781 bis 1.761 Litern voll nutzbar.


Bei den eingangs genannten Performance-Daten handelt es sich um die des Topmodells, motorisiert mit 5,0-Liter-V8-Supercharged-Benziner mit 510 PS (wobei die Basis-Topspeed 225 km/h beträgt, die Erweiterung auf 250 km/h kostet extra). Zum Marktstart im September wählen kann man auch einen der beiden 3,0-Liter-V6-Diesel, den TDV6 mit 258 oder den SDV6 mit 292 PS. Mit Zweiterem muss man sich auch nicht verstecken, er schafft den 0-auf-100-Sprint in 7,2 Sekunden und ist bis zu 222 km/h flott. Der Benziner genehmigt sich im Mix 12,8 Liter, die Diesel 7,3 bzw. 7,5 Liter (CO2: 194 bis 298 Gramm pro Kilometer). Bei allen Motorvarianten ist Start/Stopp Serie. 2014 folgt der Topdiesel in Form des 4,4-Liter-V8 mit 339 PS. Als Nächstes ist ein Diesel-Hybrid angesagt, auch ein Vierzylinder ist in der Pipeline.

Technologieseitig bieten die (indischen) Briten auch für den Sportler das volle aktuelle Programm an, von Fahrdynamik-regelungen über Infotainmentsysteme bis zum eigens sport-abgestimmten Allradprogramm (All Terrain Response). Damit steht er dem Offroad-Bruder in seinen Allwegeleistungen kaum nach – die maximale Watttiefe: 850 Millimeter.

Zur ersten Erprobung des neuen Sport-Rangie hat Land Rover in die britischen Midlands geladen. Ein Heimspiel auf feinem & grobem Asphalt, schmalen Brücken & breiten Autobahnen, engen Waldpfaden & trübwässrigen Flussläufen, grobem Schotter & tiefem Schlamm, steilen Metallrampen & Formel-1-Teststrecke. Wo auch immer der Sportler bewegt wird: Er macht stets souveräne und agile Figur, er bleibt selbst im Gatsch elegant – höchst geschmeidig mit dem stärkeren V6-Diesel, phänomenal brachial mit dem beatmeten V8-Benziner.

Fazit: Gelände kann er genauso gut wie Asphalt!