Erstellt am 08. Mai 2013, 08:38

Globaler Grenzgänger. Peugeot | Die Franzosen ergänzen ihre Zweier-Baureihe um ein Crossover-Modell – nach Vorbild seiner Brüder heißt es 2008.

 |  NOEN, Jean-Brice LEMAL
Von Beatrix Keckeis-Hiller

In den aktuell herrschenden Zeiten der Globalisierung verschwimmen Grenzen. Genau so wie zwischen Ländern und Kontinenten auch zwischen Fahrzeugsegmenten. Nicht erst gestern geprägt wurde der Begriff Crossover. Neue Modelle folgen Trends und Nischen, siehe die wachsende Modellvielfalt der Sports-Utility-Vehicles, wobei zusätzlich zu registrieren ist, dass es immer weniger ein rein europäisches oder amerikanisches oder asiatisches Auto gibt. Die Positionierungen gehen zunehmend in die Richtung, möglichst allen zu gefallen.

Ein anschauliches Beispiel dafür ist der neueste Peugeot, der 2008, der einer interkontinentalen Entwicklung zwischen Europa, Asien und Lateinamerika entstammt. Nach dem Erstauftritt des globalen Grenzgängers vor Publikum, auf dem Autosalon in Genf im März, beginnt jetzt die Serienproduktion.

Positionieren will ihn Peugeot als „kompakten Urban-Crossover“. Als solcher hat er die optisch sportlichen Merkmale seiner Baureihe. Gegenüber dem 208 ist er mit 4,16 Meter länger (um rund 20 Zentimeter) und mit 1,56 Meter höher (um rund zehn Zentimeter). Dadurch hat er eine SUV-Statur, auch wenn Allradantrieb kein Thema ist (immer mit Frontantrieb). Dafür gibt es optional (für die Topausstattung Allure) ein elektronisches Fahrdynamiksystem namens „Grip Con-trol“, das in fünf Modi – Normal, Schnee, Gelände, Sand sowie ESP Off – die Traktion kon-trolliert und regelt. Das spart Bauteile und damit Gewicht (der 2008 wiegt ab 1.135 Kilogramm). Zur erhöhten Bodenfreiheit (165 Millimeter) kommt ein praxistauglicher Kofferraum: Das Basisvolumen von 410 Liter kann mittels Flachlegefondsitzen auf 1.400 Liter erweitert werden.

Thema Motoren. Zum Start stehen für den Löwen zwei Benziner und ein Diesel zur Auswahl. Bei den Ottomotoren handelt es sich um einen neuen 1,2-Liter-Dreizylinder und den bekannten 1,6-Liter-Vierzylinder, beim Selbstzünder um den ebenfalls bekannten 1,6-Liter-Vierzylinder. Der kleine Benziner leistet muntere 82, der große kräftige 120 PS, beide arbeiten in Kombination mit einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Der 1,6-Liter-Diesel verfügt über ausreichende 92 oder antrittsstarke 114 PS. Ebenfalls fünf manuelle Gänge hat der schwächere Diesel, der stärkere verfügt über sechs oder ein sechsstufiges automatisiertes Schaltgetriebe. Start/Stopp-System ist bei den Ölbrennern Serie (deshalbe-HDi), für die Benziner wird es nachgereicht. Sparmeister ist der 92-PS-Diesel mit automatisiertem Getriebe: Er verbraucht im Schnitt 3,8 Liter, die 5,9-Liter-Marke überschreitet keine der Motorisierungen. Die CO2-Emissionswerte gibt Peugeot mit 98 bis 135 Gramm pro Kilometer an. Weitere Leistungsstufen des Dreizylinders folgen – mit Turboaufladung werden sie 110 bzw. 130 PS haben.

Neu: Peugeot 2008
Start & Preis. Markteinführung am 13. Juni. Benziner: 1.2 VTi 82 ab 15.490 €, 1.6 VTi 120 ab 19.040 e. Diesel: 1.6 e-HDi 92 ab 18.590 €, 1.6 e-HDi 115 ab 22.590 e. Die Basisausstattung heißt Access und hat
serienmäßig: sechs Airbags, ESP, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, LED-Tagfahrlicht, Klimaan-lage (bei 1.6 e-HDi 92). Weitere Ausstattungsstufen: Active (Klimaanlage) und Allure (Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe hinten, Leichtmetallfelgen, Regen-/Lichtsensor).
Erwartete Stückzahl für Österreich: heuer 500 bis 600, im ersten Volljahr rund 1.000 Fahrzeuge. Prog-nostizierter Motorenmix Diesel:
Benziner 50:50.