Erstellt am 10. Juni 2013, 10:01

Großes Familienkino. Citroën | Der kompakte Familien-Van C4 Picasso kommt mit neuen Talenten in punkto Raum, Komfort, Effizienz und Infotainment.

 |  NOEN, GREG
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Downsizing ist nicht nur bei den Motoren angesagt. Auch die Karosserien werden kleiner. Und schrumpfen dennoch nicht. Wie das geht, führt einer vor, der sich seit 2006 als kompakter Familien-Transporter Meriten erworben hat: der Citroën C4 Picasso. Nach der Überarbeitung von 2010 stand nun Generationswechsel auf dem Plan.

Das Resultat ist ein komplett neu gemachter Kompakt-Van. Er steht auf der neuen modularen Plattform des PSA-Konzerns. Auf dieser Basis ist der an der Front – mit schmalen Scheinwerfern sowie LED-Tagfahrlicht-Schlitzen und runder geschliffenem Doppelwinkel-Logo – gefällig spacig gestylte C4 Picasso um vier Zentimeter kürzer und niedriger als sein Vorgänger (4,43 Meter lang, 1,61 Meter hoch). Der Radstand ist um 57 Millimeter länger (2,79 Meter). Am Heck dominiert die breite Ladeklappe mit integrierten Leuchten. Dahinter haben 40 Liter mehr Gepäck Platz als zuvor (mindestens 537, maximal 1.709 Liter). Ganz frisch eingerichtet ist der Innenraum, mit nunmehr 16 Ablagen. Ins Auge springen zwei Bildschirme, einer mit sieben Zoll, über das sämtliche Fahrzeugbefindlichkeiten anhand eines leicht überschaubaren Menüs abgerufen sowie gesteuert werden können und einer – ein individualisierbarer – mit zwölf Zoll, der alle Infotainment-Spielarten beherrscht, inklusive personalisiertem Foto neben der Tacho-anzeige. Man kann auf das citroën-eigene Internet-Portal zugreifen, es bietet zwölf Info-Apps wie etwa Wetterprognose.

„Luxe à la francaise“ offeriert die Option, Massagesitze zu ordern. Beifahrer kann man mit einer ausfahrbaren Fußstütze nach Art der Business Class im Flugzeug verwöhnen. Hohes Verwöhnpotenzial bietet die Fahrwerksauslegung- und Abstimmung der Lenkung. Hier steht Komfort im Vordergrund sowie leichtfüßige Agilität.

Motorenseitig stehen zwei Leistungsstufen eines 1,6-Liter-Benziners mit 120 bzw. 156 PS sowie zwei Versionen eines 1,6-Liter-Diesels mit 92 bzw. 115 PS zur Wahl. Nachgereicht wird im Herbst ein 150-PS-Selbstzünder. Je nach Aggregat sind die Antriebe mit manuellem Fünf- oder Sechs-Gang- oder automatisiertem Sechs-Gang-Schaltgetriebe zusammengespannt. Genügsamstes Triebwerk ist der e-HDi 90 mit einem Normverbrauch von 3,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer (CO2: 98 Gramm pro Kilometer).

An Seriensicherheit liefert Ci-troën für den Familie-Van neben ESP, Airbags & Co. eine Reifendruck- und eine aktive Traktionskontrolle. Das Angebot an Assistenztechnik beinhaltet Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Warner und Fernlichtautomatik. Zu haben sind auch ein aktiver Parkassistent und ein 360-Grad-Kamerasystem.
Das große interne und externe Familienkino wird nächstens noch mehr Publikum bekommen. Eine Siebensitz-Version steht am – nahen – Horizont: Der C4 Grand Picasso wird im kommenden Herbst die Premieren-Bühne der IAA in Frankfurt betreten und kurz darauf zu den Händlern rollen. Der „Kleine“ kommt bereits im Juli nach Österreich.

Neu: Citroën C4 Picasso
Start & Preis. Markteinführung Anfang Juli. Benziner ab 21.450 € (VTi 120), Diesel ab 22.700 € (HDi 90). Das Basismodell hat: sechs Airbags, ESP, Traktionskontrolle, Reifendruckkontrolle, Tempomat, Klimaanlage, Lederlenkrad, Sieben-Zoll-Touchscreen. Ausstattungsstufen: Attraction, Seductive, Intensive und Exklusive. Optionen teils in Paketen, z. B. Assistenz-Paket mit Parksensoren vorne & hinten und Toter-Winkel-Assistent für 375 € (exklusive). Prognostizierter Dieselanteil: rund 90 Prozent.