Erstellt am 04. November 2013, 09:19

Großzügig und geizig. Honda | Der neue 1,6-Liter-Dieselmotor kommt jetzt auch dem ebenfalls noch neuen CR-V zugute – ist ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb zu haben.

Weniger ist mehr: Der CR-V (vierte Generation) macht mit dem 120-PS-Dieselmotor eine gute Figur! Wie gehabt: souverän der Auftritt, großzügig das Platzangebot (Kofferraumvolumen bis zu 1.669 Liter).  |  NOEN, Paul Harmer Photography Ltd
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Minus beim Gesamtautomarkt, Plus bei den SUVs. Einer der Gründe ist, dass der Trend stark in Richtung (günstigere) Kompaktmodelle geht, bei denen Allradantrieb nicht im Anforderungsprofil steht, vielmehr der Vorteil der hohen Sitzposition, das im allgemeinen großzügige Raumangebot sowie der Geiz beim Treibstoffkonsum (auch aufgrund des niedrigeren Gewichts gegenüber Sports Utility Vehicles mit 4x4-Antrieb) …

x  |  NOEN, Paul Harmer Photography Ltd
Darauf hat Honda beim jüngst erfolgten Modellwechsel des CR-V von Anfang an Bedacht genommen, in Form einer Version mit Zweiradantrieb. Allerdings ist diese mit einem Benziner (mit 155 PS) motorisiert. Gerade in diesem Segment ist jedoch die Nachfrage nach einem Dieselantrieb unverändert hoch. Laut Importeur Honda Austria macht die Kombination Selbstzünder mit Frontantrieb bis zu einem Drittel des Verkaufspotenzials aus. In dieser Hinsicht bestand bei Honda bisher eine Lücke – nun wird diese geschlossen! Es wird ab sofort – zusätzlich zum 2,2-Liter mit 150 PS und 4WD – ein kleiner dimensionierter Dieselmotor angeboten, für den von vornherein gar kein Vierradantrieb vorgesehen ist. Bei diesem Aggregat handelt es sich um den zu Beginn dieses Jahres neu eingeführten 1,6-Liter-Selbstzünder, der im Kompaktmodell Civic debütiert hat – mit kräftiger Leistung von 120 PS und saftigem Drehmoment von 300 Newtonmetern, dazu hoher Laufkultur und dezenter Geräuschkulisse.

Für den Einsatz des kleineren Diesels wurde der CR-V neu abgestimmt, denn das 1,6-Liter-Aggregat wiegt um 47 Kilogramm weniger als der 2,2-Liter. Im Verein mit dem Wegfall des Allradantriebssystems bringt der hochbeinige Japaner (der in England, im Werk Swindon, entwickelt wurde und gebaut wird) insgesamt rund 120 Kilogramm weniger auf die Waage, was seiner Agilität und Wendigkeit zugute kommt. Damit wiegt er dennoch um rund 200 Kilogramm mehr als der Civic, für den die Japaner als Normmixverbrauchswert 3,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer und als CO2-Emission 98 Gramm pro Kilometer angeben. Diese 200 Kilogramm mehr Gewicht und die aufgrund der Hochbauart weniger günstige Aerodynamik schlagen sich trotzdem nicht mit exorbitant höheren Werten nieder: Im CR-V 1.6 i-DTEC wird der Verbrauch mit 4,5 Liter pro 100 Kilometer und die CO2-Emission mit 119 Gramm pro Kilometer angegeben.
Der CR-V mit der neuen Motorisierungsoption stand uns schon für eine Testfahrt bereit – und er bewies, dass sich das
Aggregat im CR-V genauso fein benimmt wie im Civic!

Neu: Honda CR-V 1.6 i-DTEC
Start & Preis. Ab sofort, ab 27.470 €.
Das Einstiegsmodell Comfort hat: sechs Airbags, Stabilitätskontrolle, Berganfahrhilfe, Tempomat, Anhängerstabilisierung, Reifendruckkon-trolle, Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, AUX- & USB-Anschluss, LED-Tagfahrlicht. Weiters: Elegance (Lederlenkrad und -schaltknauf, Einpark-hilfe vorne und hinten, Rückfahrkamera, Nebelscheinwerfer) und Lifestyle (Alcantara/Ledersitze, Sitzheizung, Bluetooth, aktives Kurvenfahrlicht, Fernlichtsensor).
Prognostizierter 1,6-Liter-Dieselanteil in Österreich: 25 Prozent des CR-V-Gesamtvolumens (rund 1.000 Fahrzeuge).