Erstellt am 13. Januar 2014, 12:07

Im NÖN-Test: Ein flotter Dreier. Mazda | Die Japaner schwimmen derzeit (wieder) auf der Erfolgswelle – auch der neue 3er hat das Zeug zum Star.

Schaut cool aus - und fährt sich auch so: 3er aus Japan.  |  NOEN, Foto: Mazda
Von Thomas Vogelleitner

Respekt! Mit der dritten Mazda3-Generation haben die Japaner (wieder) einen Ernst zu nehmenden Konkurrenten für den VW Golf auf die Räder gestellt.

x  |  NOEN, Foto: Mazda
Optisch ist der Fünftürer (= Sport) ein absoluter Eyecatcher. Sportlich, dynamisch und aggressiv kommt er daher – das Design hört auf den Namen Kodo (= die Seele in Bewegung). Innen setzt sich der positive Eindruck fort – das Interieur wurde gekonnt neu eingerichtet; der Dreh- und Drückregler in der Mittelkonsole überzeugt; diverse Infos werden praktisch über einen frei stehenden Sieben-Zoll-Schirm dargestellt; beim Cockpit fällt sofort auf, dass der Drehzahlmesser im Mittelpunkt steht, die Geschwindigkeitsanzeige gibt es nur mehr digital (und per Head-up-Display). Der 3er ist übrigens um ganze 205 Millimeter länger als der Golf – trotzdem liegt sein Platzangebot nur im Klassenschnitt.

Mit 165 PS mehr als ausreichend motorisiert

Unser Testwagen war mit 165 PS ausgerüstet – mehr geht derzeit nicht. In Bezug auf die Verbrauchsökonomie vertreten die Japaner eine eigene Philosophie. Diese folgt nicht dem Trend zu Downsizing und (bei den Benzinern) Aufladung, sondern akribischer Feinbearbeitung der vorhandenen Aggregate (Stichwort: Skyactiv). Beeindruckend: das Verdichtungsverhältnis von 14:1 – die höchste Verdichtung, die ein Benzinmotor eines Großserienfahrzeugs erreicht hat.

Mit 165 PS ist der Nippon-Kompakte mehr als ausreichend motorisiert – und der angegebene Spritverbrauch (5,8 Liter) ist auch dank Start/Stopp (i-stop) und Bremsenergierückgewinnung (i-LOOP) fast machbar. Angenehm: die homogene Leistungsentwicklung über den gesamten Drehzahlbereich. Das Fahrwerk gehört in die Kategorie straff-sportlich (aber nicht unangenehm), präzise die Lenkung, knackig-kurzwegig das Schaltgetriebe und die Bremsen machen brav ihre Arbeit.
Fazit: Auto mit Charakter!

Im NÖN-Test: Mazda3 Sport G165 Revolution
Karosserie
Fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.460 x 1.795 x 1.465 Millimeter, Radstand 2.700 Milli-
meter, Wendekreis 11,4 Meter, Eigengewicht 1.220 Kilogramm, Kofferraumvolumen ab 364 bis 1.263 Liter.

Motor
Benziner, Direkteinspritzer, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.998 Kubikzentimeter, 165 PS, 210 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, in 8,2 Sekunden auf Tempo 100, 5,8 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 135 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung
Frontantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).

Preis & Serienausstattung
Ab 25.290 € – sechs Airbags, dynamische Stabilitätskontrolle mit Traktionskontrollsystem, Berganfahrhilfe, Tempomat, Spurwechselassistent, City-Notbremsassistent, Reifendruckkontrollsystem, Einparkhilfe vorne und hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze, Head-up-Display, schlüsselloses
Zugangssystem, Bose-Audiosystem, Bluetooth, 18-Zoll-Aluminiumfelgen.

Plus & Minus
+ so kann das Sparen Spaß machen
+ schnittiges Design
+ harmonischer Motor
+ gutmütiges Fahrwerk
– zu wenig brauchbare Ablagen

Außerdem
Fünftürer und Viertürer kosten immer gleich viel! 2015 kommt der 3er-SUV, der CX-3.