Erstellt am 10. März 2014, 08:56

von Thomas Vogelleitner

Im NÖN-Test: Im Trend der Zeit. Chevrolet | Die Marke verschwindet bald aus Europa. Nicht um alle Modelle ist es schade, um den Trax allerdings schon …

Chevrolet Trax small SUV  |  NOEN, www.weigl.biz 2013
Von Thomas Vogelleitner

Konzernmutter GM hat entschieden: Chevrolet muss von Europa weg (bis Ende 2015), weil Opel mehr verkaufen muss! Eine Frage, die uns sofort durch den Kopf schießt: Soll man jetzt überhaupt noch einen Chevy kaufen? Antwort: Ja! Denn: GM kann es sich nicht erlauben, seine europäischen Kunden beim Service und bei der Ersatzteilversorgung im Regen stehen zu lassen. Außerdem: Chevrolet ist Kult!

Klein-SUV, der voll im Trend liegt

Und: Beim Trax handelt es sich um einen Klein-SUV – und SUVs sind derzeit in Österreich (bei Jung und Alt) gefragte Autos. Somit ein Auto, das voll im Trend liegt.

Wehmütig haben wir unseren Test-Trax abgeholt. Es wird für immer der letzte Chevrolet sein (außer Corvette und Camaro, siehe Artikel unten). Der Teststart war auch bezeichnend: Ein Nagel in einem Reifen – wurde dank der Reifendruckkontrolle aber sofort bemerkt.

Durchaus idealer Reisewagen

Eine bullige und zugleich sympathische Erscheinung ist der Trax, das markante Bowtie-Logo trägt er selbstbewusst im Gesicht. Durch die hohe Sitzposition ist der Einstieg in den Wagen angenehm – das kommt nicht nur bei der Generation 50+ gut an.

Die Sitze präsentieren sich bequem. Die Armaturen sind durchwegs aus Hartplastik. Das verzeiht man – irgendwo muss der Preis ja seine Auswirkungen haben (günstiger als Opel-Bruder Mokka). Da auch das Platzangebot vorne wie hinten erfreulich ausfällt und schon der Basiskofferraum 356 Liter wegsteckt, wäre der Trax durchaus ein idealer Reisewagen.

Sieben bis acht Liter auf 100 km

Womit wir gleich beim Fahreindruck sind. Der 140-PS-Turbobenziner kam etwas müde rüber (wegen dem Allrad?), verlangte die Drehzahlen, um flott voranzukommen. Und unter dem Strich brauchte er bei uns sieben bis acht Liter pro 100 Kilometer. Das Fahrwerk filterte brav viele (nicht alle) Fahrbahnunebenheiten weg, die Lenkung bewies ausreichende Präzision. Der in Südkorea produzierte Amerikaner ist ein agiler Kerl – er fühlt sich auf den Bergstraßen genauso wohl wie in den engen Gassen einer Großstadt.

Fazit: Nicht nur für Nostalgiker …

Im NÖN-Test: Chevrolet Trax 1.4T AWD LT
Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.248 x 1.766 x 1.674 Millimeter, Radstand 2.555 Millimeter, Bodenfreiheit 168 Millimeter, Wendekreis 10,9 Meter, Eigengewicht 1.379 Kilogramm,
Kofferraumvolumen bis zu 1.370 Liter.

Motor: Turbobenziner, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.364 Kubikzentimeter, 140 PS, 200 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 194 km/h, in 9,8 Sekunden auf Tempo 100, 6,4 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 149 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Allradantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).

Preis & Serienausstattung: ab 23.431 € – sechs Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle, Bergabfahrassistent, Berganfahrhilfe, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Reifendrucküberwachung, Start/Stopp-Automatik, Klimaanlage, Sitze mit Lederimitat, MyLink-Infotainmentsystem (CD/MP3-Radio mit Touchscreen, Rückfahrkamera).

Plus & Minus:
+ auffälliges Erscheinungsbild
+ angenehmes Raumgefühl
+ handlich und wendig 
– die 140 PS wirkten nicht wie 140 PS

Achtung: Derzeit gibt es auf bestimmte Trax-Modelle einen Preis-vorteil von bis zu
3.390 €!