Erstellt am 03. März 2014, 12:21

Im NÖN-Test: Mit der City-Lizenz. Nissan | Micra – das heißt: Ein Kleinwagen mit erwachsenen Manieren, der mit seinem handlichen Fahrwerk Spaß macht.

In Europa zählt der Nissan Micra zu den erfolgreichen Modellen des japanischen Autobauers - und das nicht zu Unrecht! Die frische, markante Frontpartie betont die Familienzugehörigkeit stärker.  |  NOEN, Foto: Nissan
Von Thomas Vogelleitner

Einst ein Liebling der Frauen (denken wir an die Micra Mouse), dann ein Allerweltswagen, jetzt ein Auto mit Charakter … Die Rede ist vom Micra, dem kleinsten Nissan. Wobei: 3,83 Meter sind nicht mehr klein.
Klein oder nicht mehr klein, der Micra fühlt sich auf alle Fälle in der City wohl – er hat die Lizenz für enge Gassen (kleinster Wendekreis unter allen wichtigen Mitbewerbern), er hat die Lizenz zum Einparken! Apropos Einparken: Gegen Aufzahlung gibt es einen Parkguide, der einem bei Längsparkplätzen hilft. Das System misst die Lücke und sagt, ob sich ein Versuch überhaupt lohnt – lenken muss man weiterhin.

x  |  NOEN, Foto: Nissan
Ordentliche Laufkultur und subjektiv kräftiger Antritt

Abseits des Stadtwirrwarrs kann sich der Micra aber auch sehen lassen – mit dem 80 PS starken Dreizylinderbenziner ist er mit Sicherheit alles andere als ein Verkehrshindernis, die Motorisierung reicht in Zeiten wie diesen allemal. Wer flott vorankommen will, der muss allerdings viel schalten – Drehzahlen sind gefragt, werden benötigt. Dann wird der Motor kernig im Klang, sonst lässt er sich zwar anmerken, dass hier vier minus ein Zylinder laufen, wirkt aber dabei nicht unangenehm. Unter dem Strich bietet der
Japaner eine ordentliche Laufkultur und einen subjektiv kräftigen Antritt.

Leider nein: Ein Start/Stopp-System gibt es für unseren Test(stadt)wagen nicht, nicht einmal für viel Geld. Schade, so steht unter dem Strich ein Durchschnittsverbrauch von fünf Litern. Mindestens.

Im NÖN-Test: Nissan Micra Acenta 1.2

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 3.825 x 1.665 x 1.510 Millimeter, Radstand 2.450 Millimeter, Wendekreis 9,3 Meter, Eigengewicht 1.035 Kilogramm, Kofferraumvolumen 265
bis 1.132 Liter.

Motor: Benziner, drei Zylinder, zwölf Ventile, 1.198 Kubikzentimeter, 80 PS, 110 Newtonmeter,  Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, in 13,7 Sekunden auf Tempo 100, 5,0 Liter Super 95, 115 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Frontantrieb, Schaltgetriebe (fünf Gänge).

Preis & Serienausstattung: ab 13.325 € – sechs Airbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Klimaanlage, CD-Radio, Bluetooth, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne, Außenspiegel elektrisch verstellbar, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen. Optional: Technology-Paket (u. a. mit Navigationssystem und Parkguide) 787,50 €.

Plus & Minus:
+ wendig und handlich
+ braver Dreizylinder
+ Easy-Flat-Floor-System (Fondbank wird im Handumdrehen umgeklappt)
+ hohe Sicherheit (ESP und sechs Airbags inklusive)
+ faires Preis/Leistungs-Verhältnis
– kein Start/Stopp-System
– Innenraum/Cockpit könnte etwas
flippiger sein

Fazit:
Mausilein …