Erstellt am 03. März 2014, 12:06

von Thomas Vogelleitner

Im NÖN-Test: Sterne, Kaffee & Co.. Fiat | Erfreulich: Dank „NoVA neu“ wurde unser 500L-Testauto um 150 € günstiger. Da gehen sich schon einige Espressokapseln aus.

Retro-Kleinwagen nach der Dehnübung ... Ein süßes Gesicht, dahinter folgt ein geräumiger, vielseitiger Van - nahezu ohne Italo-Schnörkel: 500L.  |  NOEN, Foto: Fiat
Von Thomas Vogelleitner

Das L beim 4,15 Meter langen 500L steht für Large (englisch für groß). Dementsprechend kann sich auch das Platzangebot sehen lassen (Kofferraumvolumen bis zu 1.480 Liter), ebenso die Variabilität. So kann dank des serienmäßigen Cargo-Magic-Space-Systems die Ladefläche auf drei verschiedene Höhen angepasst werden. Fiat errechnete allein zur Variabilität 1.500 verschiedene Konfigurationen.

Beim Design haben die Italiener dreist den Mini Countryman kopiert (lieber gut kopiert als schlecht erfunden). Gut schaut er aus, freundlich und fröhlich, sympathisch und selbstbewusst. Tipp: Die zwei-färbige Lackierung mit dunklem Dach raubt dem Van einiges von seiner Wucht. Oder überhaupt ganz in Schwarz bestellen.

x  |  NOEN, Foto: Fiat
Fahrwerk „komfortbetont“ und „gutmütig“

Schwarz macht ja bekanntlich schlank. Herrlich die hohe Sitzposition (so wird jedes normale Auto zum Rückenquäler), fein auch die Rundumsicht. Das in unserer Version Lounge serienmäßige Panoramaglasdach mit 1,5 Quadratmeter Fläche macht aus dem Auto eindrucksvoll eine Himmelsbeobachtungsplattform. Und beim Beobachten von Sterne & Co. kann man einen Kaffee genießen – denn zum Kaffeetrinken muss man nicht mehr aussteigen: Der 500L bietet optional eine Espressomaschine von Lavazza an. Hat nicht jeder!

Fahreindruck? Harmonisch, das Fahrwerk gehört in die Kategorie „komfortbetont“ und „gutmütig“, Fiat-Feeling mit schöner Handlichkeit. Und der 105-PS-Selbstzünder passt perfekt dazu – unaufgeregt, aber souverän. Und freundlich zum Geldbörsl.

Im NÖN-Test: Fiat 500L 1.6 Multijet II 105 Lounge

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.147 x 1.784 x 1.658 Millimeter, Radstand 2.612 Millimeter, Wendekreis 11,1 Meter, Eigengewicht 1.385 Kilogramm, Kofferraumvolumen 412
bis 1.480 Liter.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.598 Kubikzentimeter, 105 PS, 320 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 181 km/h, in 11,8 Sekunden auf Tempo 100, 4,5 Liter pro 100 Kilometer, 117 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Frontantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).

Preis & Serienausstattung: ab
22.850 € – sechs Airbags, ESP, Traktionskontrolle, elektronisches Überrollschutzsystem, Tempomat mit Tempobegrenzer, Start/Stopp-System, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, Bluetooth, Panoramaglasdach, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Gegen Aufzahlung: Like more tech Paket (Navigationssystem, Rückfahrkamera) 850 €, Like more safety Paket (Fahrerknie-Airbag,
City-Notbremsassistent) 310 €.

Plus & Minus:
+ überzeugendes Gesamtpaket
+ Raumangebot/Raumgefühl
+ hohe Variabilität
+ Motor/Fahrwerk = harmonische Kombination
– Sitze etwas zu klein/kurz

Fazit:
Bella Italia!