Erstellt am 24. Oktober 2016, 09:24

von Michaela Fleck-Regenfelder

Ford Focus RS. Mit 350 PS geht der Focus RS ganz schön ab. Und driften kann er auch – auf Knopfdruck. Motto: Nur quer bist wer

Feuer hat er noch keines unter seinem Hintern, aber fast … Die zwei dicken Auspuffrohre und der fette Heckflügel sagen schon einiges.
Unter der Haube: ein saftig aufgeladener Vierzylinder mit ordentlich viel Power.

350 PS und 440 Newtonmeter lassen den kompakten Fünftürer schon im Stehen zittern, durch die Overboost-Funktion des Turbos stehen bei voller Beschleunigung für 15 Sekunden sogar 470 Newtonmeter zur Verfügung. Apropos Beschleunigung. Mit 4,7 Sekunden von 0 auf 100 ist der Focus RS um 0,4 Sekunden schneller als sein Vorgänger – der schnellste in Fords RS-Abteilung. RS wie Raketenstart.

Straffes Fahrwerk und stärkste Bremsen

In der Praxis heißt das: Anschnallen und abheben! Für die Mitfahrer: Festhalten! Das Kraftpaket sprintet schneller los, als man „Zero“ sagen kann. Und dank des (neu entwickelten) Performance-Allradantriebs (auf der technischen Basis eines Torque-Vectoring-Systems, damit kann man dem Wagen sogar Heckantriebseigenschaften verpassen) ist die nächste Kurve schon wieder vorbei, kaum, dass man sie angeschnitten hat. Das straffe Fahrwerk und die bislang stärksten Bremsen, die ein Focus je hatte, halten ihn (fast) bombenfest auf Spur.

Nur der vierte der auf Knopfdruck anwählbaren Fahrmodi (darunter auch einer für die Rennstrecke) bricht gerne mal aus: der Driftmodus. Oder anders gesagt: Ideal zum Spielen mit konzentriertem Übersteuern. Dazu kommt noch eine Launch Control (ein Novum im Zusammenhang mit einem Schaltgetriebe), damit Blitzstarts ohne Räderdurchdrehen gelingen können. Herrlich!

Ach ja: Schalensitze und Aluminiumpedale sowie zehn Lautsprecher und ein Kommunikationssystem mit Sprachsteuerung („Ich suche eine Rennstrecke“) hatte er auch noch, unser Testwagen. Und blitzblaue Nähte, am Lenkrad, am Schaltknauf und am Armaturenbrett.

NÖN-Test: Ford Focus RS

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.390 x 1.823 x 1.470 Millimeter, Radstand 2.648 Millimeter, Wendekreis 11,9 Meter, Eigengewicht 1.529 Kilogramm, Kofferraumvolumen 260 bis 1.045 Liter.
Motor: Turbobenziner (EcoBoost), vier Zylinder, 16 Ventile, 2.261 Kubikzentimeter, 350 PS, 440 bzw. 470 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 266 km/h, in 4,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, von 80 auf 120 km/h in 4,1 Sekunden, 7,7 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 175 Gramm CO2 pro Kilometer, Euro 6.
Kraftübertragung: Allradantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).
Preis & Serienausstattung: 46.950 € (Testauto) – sechs Airbags (bei Schalensitzen gibt es keine Seiten-Airbags), ESP, RS-Sportfahrwerk, vier Fahrmodi, Launch Control, Recaro-Sportsitze vorne, Instrumentenanzeige für Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Alarmanlage, adaptive Bi-Xenon Scheinwerfer.
Extra: RS-Performance-Paket (Navigationssystem mit Sprachsteuerung, Touchscreen und Premium-Sound-System, Recaro-Schalensitze vorne, 19-Zoll-Leichtmetallräder im 20-Speichen-Design, RS-Scheibenbremsen mit blau lackierten Bremssätteln) 2.700 e.

Fazit: Drei, zwei, eins – los!