Erstellt am 21. März 2017, 05:51

von Thomas Vogelleitner

Nissan Juke Nismo RS. Der Juke Nismo RS, das Flaggschiff der Crossover-Baureihe, ist absolut nichts für Warmduscher und Beckenrandschwimmer – ein Spaßmacher der besonderen Art!

Kleine Crossover mit viel Dampf sind selten, der Juke Nismo RS ist so ein Exot. Trotz Frontantrieb schiebt das Auto kaum über die Vorderräder. Und auch wenn die Reifen beim starken Beschleunigen mal die Haftung verlieren, reißt der Vortrieb nicht ab – die Differenzialsperre erledigt ihren Job gut.  |  NOEN, Nissan

Nismo? Das ist für Nissan das, was M für BMW oder AMG für Mercedes-Benz ist. Eine schnelle Eingreiftruppe, die ein schnelles Auto noch schneller macht – und auch spaßiger. Nismo ist eine Kombination aus den Worten Nissan und Motorsport. Nicht besonders originell, aber dafür erfolgreich (seit 1984 gibt es diese werksgetunten Modelle). Der Ordnung halber: RS steht für Racing Sport.

Der Juke Nismo RS ist ein optischer Kracher, der noch mehr polarisiert als bereits der normale Juke. Die roten Außenspiegelkappen sind übrigens immer serienmäßig dabei.

Laut den Japanern soll der vorderradgetriebene Wagen den Sprint auf Tempo 100 in exakt sieben Sekunden erledigen – das glauben wir nach ein paar Beschleunigungsversuchen. Und mit 220 km/h ist er der schnellste Serien-Juke aller Zeiten – haben wir nicht ausprobiert, glauben wir aber trotzdem. Der Turbobenziner (rebellisch-rau der Sound, bassig dröhnt es aus dem armdicken Auspuffrohr) nimmt extrem willig Gas an – so, als gäbe es kein Morgen. Dazu gibt es ein knackiges Schaltgetriebe und bissige Bremsen. Die Federung passt zum ehrlich-rustikalen Charakter dieses auffälligen Sportlers: sehr straff, aber nicht ungnädig hart. Eben eine ausgewogene Sportabstimmung.