Erstellt am 01. Juni 2015, 09:46

von Franz Farkas

cee’d, der Millionär. Das erste in Europa designte, entwickelte und produzierte Kia-Modell – jetzt lief in Zilina der 1.000.000ste cee’d vom Band.

NÖN-Motor-Mitarbeiter Franz Farkas am Produktionsband und mit dem cee'd-Jubiläumsmodell.  |  NOEN, Kia
Seit einer halben Stunde stehe ich an der Assembling Line, der Endfertigung im Kia-Werk in Zilina (Slowakei). Die ersten Schweißperlen tropfen von der Stirn, die Sicherheitsschuhe drücken fürchterlich.

Journalisten legen selbst Hand an

Zusammen mit einer Handvoll Journalisten aus aller Herren Länder habe ich die Ehre, anlässlich der Fertigung des 1.000.000sten cee’d Hand anzulegen – und das ist durchaus wörtlich gemeint! Nach einigen erfolglosen Versuchen, Türdichtungen zu montieren (sieht einfacher aus als es ist), verlege ich mich darauf, Luftfilter einzuschrauben.

Im Minutentakt kommen Sportage-, Venga und natürlich cee’d-Modelle auf mich zu. Es ist wichtig, den richtigen Teil aus der Kiste zu fischen und die jeweils richtigen Handgriffe zu setzen. Ich habe alle Hände voll zu tun – und bewundere jeden der rund 3.800 Mitarbeiter, der diesen Job Tag für Tag macht. Respekt!

Seit Ende 2006 steht das Werk in Zilina – es hat der eher verträumten Stadt (knapp über 80.000 Einwohner) zu einem riesigen Aufschwung verholfen. Kia zählt zu den größten Steuerzahlern im Land, die Regierung hat den Koreanern bereits eine Menge Auszeichnungen verliehen.

300.000 produzierte Autos jährlich 

Etwa 300.000 Autos werden hier jährlich gebaut, in einer fast schon antiseptischen Umgebung. Eine derartige Sauberkeit erwartet man eigentlich nur in einer pharmazeutischen Anlage. Sechs Motoren werden ebenfalls in Zilina produziert, zwei Benziner und vier Diesel. Sie gehen auch zu Hyundai, nach Tschechien, ins Werk Nosovice.

Zurück zur Produktion. Der 1.000.000ste cee’d ist im Anrollen. Beim Jubiläumsmodell handelt es sich um ein Coupé, um einen pro_cee’d. Der Wagen wird nach Irland gehen und ist mit dem stärksten Motor (208 PS), der hier produziert wird, ausgestattet. Ich bewaffne mich mit dem richtigen Werkzeug und dem passenden Luftfilter.

„Die Einführung des Kompaktwagens cee’d war für Kia
ein Meilenstein auf dem Weg zur Qualitätsmarke!“
Gilbert Haake, Pressesprecher Kia Austria

Mittlerweile sitzen die Handgriffe einigermaßen, naja, ein wenig, zwei Schläuche angesteckt, einige Kabel angeschlossen und den Kasten mit drei Schrauben im Motorraum fixiert. Fertig, geschafft!


Außerdem

Der cee’d war 2014 nach dem Sportage das zweitbestverkaufte Kia-Modell in Europa (fast 76.000 Einheiten). In Österreich wurden von Ende 2006 bis heute fast 30.000 cee’d verkauft – somit klarer Bestseller der koreanischen Marke (vor dem Sportage). Der Anteil der „europäischen Kia“ liegt bei uns aktuell bei 65 Prozent.

Derzeit kann man den cee’d mit einem Preisvorteil von bis zu 3.400 e erwerben. In der zweiten Jahreshälfte 2015 kommt die Modellversion GT Line (Fünftürer, Kombi und Coupé), ein neuer 1,0-Liter-Turbobenziner sowie ein neues siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe.