Erstellt am 10. November 2014, 08:12

von Thomas Vogelleitner

Kia Sportage im BVZ-Test. Europäischer Koreaner: Der Sportage läuft in der Slowakei vom Band – neben dem cee’d das zweitwichtigste Kia-Modell.

Schnittig ist er, der Sportage. Vor allem der in Chrom eingefasste Tigernasen-Kühlergrill macht was her.  |  NOEN, Kia
Kompakte SUVs sind in. Noch immer – und wahrscheinlich noch länger. Der Sportage gehört zu den Bestsellern im Segment. Kürzlich wurde die dritte Generation gezielt überarbeitet und somit noch interessanter gemacht. Über den Gesamtauftritt braucht man nicht zu diskutieren.

Ein „fescher Bursch mit schnittiger Silhouette“

Der ist rundum gelungen. Ein muskulöser, selbstbewusster Typ. Eine Kollegin bezeichnet ihn als „feschen Bursch mit schnittiger Silhouette“, ein Kollege als „klug gebautes Auto mit außergewöhnlicher Form“. Blick in den Innenraum: aufgeräumt das Cockpit, hochwertig die Materialien, fein das Platzangebot – da steigen sogar 1,90-Meter-Piloten gerne ein. Pluspunkte sammelt der Sportage mit guter Ergonomie.



Naja: Die kleinen Fensterflächen schauen cool aus, beeinflussen aber die Übersicht negativ. Ebenfalls naja: Die Sitzheizung spricht zu langsam an, kaltes Leder kann da schon unangenehm werden. Unter der Motorhaube des Testautos: 184 Diesel-PS. Auch wenn die Automatik gut abgestuft ist, es gehen einige PS verloren – „gemütlich statt sportlich“ könnte hier das Motto lauten. Macht nichts: Der Sportage ist ja kein Formel-1-Wagen.

Mitdenkender Allradantrieb made in Austria

Einen harmonischen Eindruck hinterlässt dagegen das Fahrwerk, viele Fehler der Straßenbauer werden mit links weggesteckt. Ein wichtiger Beitrag zur Fahrsicherheit kommt vom mitdenkenden Allradantrieb (übrigens: Made in Austria!), der auch über eine 50:50-Sperre verfügt (der nächste Schneewinter kommt bestimmt). Fällt sofort auf: das niedrige Geräuschniveau im Innenraum.

Im BVZ-Test:

Kia Sportage 2.0 CRDi HP AWD Platin

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.440 x 1.855 x 1.645 Millimeter, Radstand 2.640 Millimeter, Wendekreis 10,6 Meter, Bodenfreiheit 172 Millimeter, Eigengewicht 1.656 Millimeter, Anhängelast gebremst 1.600 Kilogramm, Tankinhalt 58 Liter, Kofferraumvolumen 564 bis 1.353 Liter.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.995 Kubikzentimeter, 184 PS, 392 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 195 km/h, in 9,8 Sekunden auf Tempo 100, 7,2 Liter pro 100 Kilometer (im NÖN-Test knapp über acht Liter), 189 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Allradantrieb, Automatikgetriebe (sechs Gänge).

Serienausstattung: sechs Airbags, Fahrzeugstabilitätsmanagement, ESP mit Anhängerstabilisierung, Berganfahrassistent, Bergabfahrassistent, flexible Servolenkung (Normal/Komfort/Sport), Tempomat, Parksensoren vorne und hinten, Rückfahrkamera, Infinity-Soundsystem, Bluetooth, Navigationssystem, TFT-Display, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Vollledersitze, Sitzheizung vorne und hinten, Lenkradheizung, Regen- und Lichtsensor, Xenon-Scheinwerfer, 18-Zoll-Alufelgen.

Preis: ab 38.690 € (der günstigste Sportage kostet 22.690 €). Beruhigend: sieben Jahre/150.000 Kilometer allgemeine Fahrzeuggarantie.

Fazit: Der Sportage ist nicht zu Unrecht ein beliebtes Auto!