Erstellt am 16. April 2012, 00:00

Löwe, gut gebrüllt!. PEUGEOT / Die Löwen-Marke hat derzeit einen prächtigen Lauf – selbstbewusst und siegessicher gehen zwei komplett neue Fahrzeuge an den Start: der 4008 und der 208.

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VON BEATRIX KECKEIS-HILLER

Mit dem 4008 schließt Peugeot eine Lücke im Modell-Portfolio – als Reaktion auf das nach wie vor wachsende Segment der Kompakt-SUVs.

Der komplett neue Löwe, 4,34 Meter lang, teilt sich mit seinem französischen Bruder Citroën C4 Aircross die Plattform des japanischen Mitsubishi ASX – analog zur bereits vorangegangenen Dreifaltigkeit 4007, C-Crosser und Outlander. Beide Modellreihen stehen übrigens auf der gleichen Plattform.

Benziner – Fehlanzeige! Der 4008 kommt nur mit Dieselmotoren nach Österreich: Der kleinere Selbstzünder 1.6 HDi (115 PS, 4,9 Liter pro 100 Kilometer, 129 Gramm CO2 pro Kilometer) ist ein PSA(Peugeot/Citroën)-Produkt, der stärkere Selbstzünder 1.8 HDi (150 PS, 5,6 Liter pro 100 Kilometer, 147 Gramm CO2 pro Kilometer) wurde von Mitsubishi entwickelt. Beide Aggregate sind mit einem knackigen Schaltgetriebe (sechs Gänge) zusammengespannt. Beim Antrieb nehmen die Peugeot-Leute dem Kunden die Qual der Wahl: Bei uns wird der 4008 ausschließlich als 4x4 zu haben sein. Mittels Drehregler können beim elektronisch gesteuerten Allradantriebssystem drei Fahr-Modi angewählt werden: Front-, bedarfsgerechter Allrad- und permanenter Allradantrieb.

Mit der Typenbezeichnung 4008 widerlegen die Franzosen die Theorie, dass hinter einer höheren Nummer ein größeres Fahrzeug steckt. Es war eben der 4007 zuerst da. Angesichts der zu erwartenden Stückzahl (angesichts der steigenden Nachfrage nach Kompakt-SUVs) ist damit zu rechnen, dass der kleinere Allrad-Löwe eine größere Nummer werden wird als der große …

Ein markanter Generationswechsel findet bei Peugeot gerade im B-Segment statt. Ein komplett neuer 208 soll gewissermaßen die Re-Generation des 205 sein – und das schaffen, was dem 207 nicht gelungen ist: an den Erfolg des Ahnvaters der Kleinwagen anknüpfen bzw. diesen fortsetzen …

Beim 208 wurde an Größe nicht draufgelegt: Er ist um sieben Zentimeter kürzer als sein Vorgänger (knapp unter vier Meter). Trotzdem ist das Interieur größer, geräumiger (Kofferraumvolumen bis 1152 Liter). Auch bezüglich Gewicht hat der neue Franzose nicht zugelegt: Um bis zu 110 Kilo leichter als der 207 (Basisversion ab 1050 Kilo).

Am Styling wurde kräftig gefeilt. Das große Löwenmaul lächelt freundlich. Man will damit vor allem die weibliche Klientel (zurück-)gewinnen. Im Interieur fällt das kleine, sportliche Lenkrad ins Auge. Die Armaturen und das große, zentrale Touchscreen-Display (wird je nach Ausstattungsstufe mitgeliefert) sind weiter nach oben gerückt, sollen dadurch besser im Blickfeld liegen und eine ergonomischere Sitzposition ermöglichen.

Breit gefächert ist das Motorenangebot: fünf Benziner von 68 bis 155 PS, fünf Diesel von 68 bis 115 PS. Die Verbrauchswerte liegen zwischen 3,4 und 5,8 Liter pro 100 Kilometer, die CO2- Emissionswerte zwischen 87 und 135 Gramm pro Kilometer. Eine GTI-Variante mit rund 200 PS wird als Concept Car auf einer der großen Automessen des nächsten Jahres stehen.

Der 208 ersetzt den 207 zunächst in der Drei- und Fünftür-Variante. Der Kombi bleibt bis zu seiner Ablöse, die voraussichtlich 2014 ansteht, im Programm. Der 207 CC wird bis auf weiteres produziert.

Oben: Re-Generation statt Generationswechsel –

208. Mit ihm wollen die Franzosen an den Erfolg

des Ahnvaters 205 anknüpfen.

Links: Ein bisschen 3008, ein bisschen 4007 und ganz viel Mitsubishi ASX – das ist der 4008

(Kofferraumvolumen: ab 442 Liter).PEUGEOT