Erstellt am 01. Juni 2015, 09:11

von Michaela Fleck-Regenfelder

Land Rover Discovery Sport im NÖN-Test. Der Discovery Sport parkt lieber in der Garage als im Gatsch. Und hat doch alles, was ein echter Offroader so braucht.

Schön gestriegelt, fein geschniegelt: Land Rover Discovery Sport. Damit alle wissen, wohin es geht, steht das Wörtchen »Discovery«, also: »Entdeckung«, groß am Heck und auf der Nase. Und das Lenkrad erinnert noch an alte und kantigere Zeiten.  |  NOEN, Land Rover
Für den Dreck ist der Discovery Sport viel zu schön. Er spielt lieber am Asphalt als in der Wiese. Und heißt auch nicht (mehr) Offroader, sondern Premium-Kompakt-SUV. Also vielleicht: „Kleiner Luxus-Allradler“.

Wobei: Klein ist beim Discovery Sport ohnehin relativ. Sein Laderaum ist fast so lang wie der im Range Rover. Seine Schultern sind fast ebenso breit. Und sein Innenraum kann mit bis zu sieben Sitzen ausgestattet werden.

On- und offroad souverän

Allrad ist bei Land Rover auch kein Gimmick, sondern Familien-Tradition. Und dank der neu entwickelten Mehrlenker-Hinterachse, des Terrain-Response-Systems, der supersanften Automatik und des Active-Driveline-Programms (Extra), das automatisch zwischen Zwei- und Vierradantrieb umschaltet, jetzt noch bequemer. Fahreindruck? Einfach souverän – on-road und offroad!

Luxus gibt es im Freelander-2-Nachfolger nicht nur in den Bügelfalten im Maßanzug. Sondern auch auf der Ausstattungsliste. Wer hat schon einen Sensor für die Pfützen-, nein: die Watttiefe in den Außenspiegeln (optional)?

Wer lässt schon seine Anhängerkupplung elektrisch ausfahren (optional)? Wer hat schon einen Airbag für Fußgänger auf der Motorhaube (serienmäßig)? Und: Wer nennt schon eine seiner Lackfarben nach einer neuseeländischen Küstenstadt (Kaikoura Stone)?


Im BVZ-Test: Land Rover Discovery Sport 2.2 SD4 4WD AT HSE

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplät-ze, Länge x Breite x Höhe 4.599 x 2.173 (Außenspiegel inklusive) x
1.724 Millimeter, Radstand 2.741 Millimeter, Wendekreis 11,86 Meter (mit Karosserieüberhängen), Eigengewicht 1.755 Kilogramm, gebremste Anhängelast 2.500 Kilogramm, Kofferraumvolumen 829 bis 1.698 Liter.

Offroad: Bodenfreiheit 212 Millime-ter, Watttiefe 600 Millimeter, Böschungswinkel vorne/hinten 25/31 Grad, Rampenwinkel 21 Grad.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel, vier Zylinder, 16 Ventile, 2.179 Kubikzentimeter, 190 PS, 420 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 188 km/h, in 8,9 Sekunden auf Tempo 100, 6,1 Liter pro 100 Kilometer, 161 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Allradantrieb, Automatikgetriebe (neun Stufen).

Preis & Serienausstattung: ab 54.450 e – inklusive (u. a.): sieben Airbags, dynamische Stabilitätskontrolle, Wankneigungskontrolle, TerrainResponse-System (von Normal bis Sand), Bergan- und -abfahrhilfe, elek-trische Parkbremse, Start/Stopp-System, Spurhalteassistent, Tempomat, Einparkhilfe vorne und hinten, Rückfahrkamera, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Lederausstattung, Navigationssystem, Audiosystem, Bluetooth.

Extras (z. B.): Entertainment-Paket 3.941 e, Standheizung 1.689 e, Ein- und Ausparkassistent 1.295 e, Verkehrszeichenerkennung 304 e.

Fazit: Ohne Gatsch geht es auch!