Erstellt am 17. Mai 2016, 09:13

von Beatrix Keckeis-Hiller

Mazda3 CD105. Neuer Einstiegsdiesel für den Dreier. „Jeder dritte Dreier wird damit ausgestattet sein“, so der Importeur.

 |  NOEN, Mazda

Eine der Hauptsäulen des Mazda-Modellportfolios ist der Dreier. Der Nachfolger des 323 hat sich im Verlauf seiner bisherigen drei Generationen (seit 2003) zunehmend auffällig gemacht, durch eigene und eigenwillige Technik (man geht erklärtermaßen den Weg des Rightsizings, statt dem Trend des Downsizings zu folgen). Und auf Basis der Kodo-Designlinie wurden fesche und starke Charaktertypen kreiert.

Damit auch die aktuelle Ver-sion des Mazda3, der als Viertürer genauso elegant dasteht wie als Fünftürer. 2013 startete sie in Österreich mit einem 1,5-Liter- und einem 2,0-Liter Benziner (100, 120 und 165 PS) sowie mit einem 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS. Jetzt wird das Antriebs-portfolio ergänzt – und zwar
um einen Einstiegsselbstzünder. Es handelt sich um einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit 105 PS.

Den charakterisiert der Österreich-Importeur wie folgt. „Das ist kein Motörchen, sondern ein ausgewachsener und kräftiger Motor.“ Das kann man auch am Wert für das Maximaldrehmoment herauslesen: 270 Newtonmeter.

„Der neue Mazda3 CD105 trifft in
Österreich auf großes Marktpotenzial!“
Jo Deimel, Pressesprecher Mazda Austria

Ein technisches Charakteristikum ist die niedrige Verdichtung (14,8:1), die für effizientere Verbrennung sorgt. Der Laufruhe entgegenkommt ein weiteres Technikdetail: Kleine Dämpfungselemente (Natural Sound Smoother) zwischen Kolben und Pleuel gleichen bauartbedingtes Vibrieren und Brummen aus. Die Domäne des im Kompakten neu angebotenen Aggregats (das im Zweier und im CX-3 bereits Dienst tut) ist das Haushalten mit Treibstoff und mit Kohlendioxid. Für den Normmix-Verbrauch gibt Mazda (ab) 3,8 Liter pro 100 Kilometer an bzw. (ab) 99 Gramm CO2 pro Kilometer.

Damit haben die Japaner ein starkes Vernunftargument anzubieten – man rechnet sich hohes Marktpotenzial aus. Der Dreier soll laut Prognosen für das laufende Geschäftsjahr in Österreich sogar den CX-3 und den CX-5 übertreffen. Denn: Mehr als die Hälfte der kompakten Selbstzündermodelle werden in Österreich im Leistungsbereich zwischen 110 und 119 PS gekauft …
 


Darüber hinaus: Mag sein, dass der Diesel als Antriebsenergie medial im Verruf steht. Er ist jedoch bei den heimischen Kunden nach wie vor sehr gefragt. Nach den ersten vier Monaten dieses Jahres zeigt sich, dass der Gesamtmarktanteil der Ölbrenner-Pkw bei 58 Prozent liegt, in der Kompaktklasse bei 56 Prozent.
Zum Beweis, dass Vernunft nicht fad, sprich antriebsschwach sein muss und den Faktor Fahrspaß auf der Strecke lässt, ließ Mazda den 1,5-Liter-Ölbrenner auf gemischtem Straßenprogramm zwischen München und Augsburg antreten.

Fast müßig zu erwähnen ist, dass die 105 PS für den Stadtverkehr in Bezug auf Vortriebswilligkeit völlig und außerdem laufruhig ausreichen. Gelassen gefahrenes Bundesstraßentempo schüttelt er aus dem Hand-gelenk. Auf Deutschlands Autobahnen kann er im mittleren Tempobereich mithalten, doch sind Highspeed-Duelle jenseits der 180 km/h sowieso nicht sein Revier, auch wenn er das bezüglich Fahrwerk, Lenkung und Bremsen kann (wie er in den PS-stärkeren Varianten schon mehrfach gezeigt hat.

Neu: Mazda3 CD105

Start & Preis. Ab sofort erhältlich. Viertürer/Limousine und Fünftürer/Sport ab jeweils 23.390 €. Das Basismodell heißt Challenge – serienmäßig: sechs Airbags, ESP, Traktionskontrolle, Tempomat, City-Notbremsassistent, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bluetooth. Zum Start gibt es das Sondermodell Takumi (ab 25.990 €). Auch im Programm: Automatikgetriebe für Fünftürer (ab 27.390 €, ab 4,4 Liter im Schnitt).