Erstellt am 27. Juli 2015, 10:55

von Thomas Vogelleitner

Mercedes-Benz GLC: Der C fürs Grobe. Der GLK ist der meistverkaufte SUV der Stuttgarter. Jetzt kommt die zweite Generation, die ab sofort auf den Namen GLC hört.

Keine Fahrzeugklasse wächst so rasant wie die der Mittelklasse-SUVs. Mit dem GLC haben die Stuttgarter ein heißes Eisen im Programm - komfortabel, geräumig, nobel eingerichtet, offroad top. Und: Der Verbrauch sank im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 19 Prozent.  |  NOEN, Mercedes-Benz
Der GLC kraxelt den steilen Anstieg mit über 70 Prozent Steigung hinauf, mit links, als sei es gar nichts. Auf der anderen Seite des Hügels geht es wieder hinunter. Dazwischen tiefe Löcher und eine spektakuläre Verschränkung – erst dann geht es wieder auf die befestigte Straße zurück.

Federt auf der Straße alles weg 

Mit Luftfederung und Offroad-Technik-Paket (Bodenfreiheit 227 Millimeter, Wattiefe 300 Millimeter) kann der GLK-Nachfolger im Gelände viel – viel mehr als sich die meisten seiner Piloten trauen! Und Audi (Q5) sowie BMW (X3) müssen sich warm anziehen … Fahreindruck onroad? Der Schwabe federt auf der Straße alles weg und verwöhnt mit einem niedrigen Geräuschniveau – einfach herrlich!



Unser Lieblingsmotor: Der 204 PS starke Selbstzünder im GLC 250 d – kraftvoll geht es aus dem Drehzahlkeller heraus, erst bei Tempo 223 ist Schluss mit lustig (souveränes Reisen), der Durchschnittsverbrauch von (ab) 5,0 Litern pro 100 Kilometer kann sich mehr als sehen lassen (aus Freude am Sparen). Die neungängige Automatik arbeitet dabei dezent im Hintergrund und bemüht sich insbesondere um sanfte Gangwechsel und möglichst geringe Drehzahlen.

Effizienz-Champion wird nachgereicht

Der Effizienz-Champion wird Ende des Jahres nachgereicht – Name: GLC 350 € (Systemleistung 327 PS). Der erste mittelgroße SUV mit Plug-in-Hybrid. Und der bereits fünfte Mercedes, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Stuttgart gibt stolz einen Durchschnittsverbrauch von 2,6 Litern pro 100 Kilometer an (60 Gramm CO2 pro Kilometer), rein elektrisch (emissionsfrei) sind bis zu 34 Kilometer möglich. Wir waren auch mit dem Hybriden unterwegs – und meinen: Gefällt uns! Ebenfalls in der Pipeline: 367 PS starker
GLC 450 AMG.

Optisch hinterlässt der Wagen einen starken Eindruck. Beim 4,66 Meter langen SUV (plus 120 Millimeter) sind die markanten Ecken und Kanten vom Vorgänger GLK weg, der „runde“ GLC fügt sich nahtlos ins aktuelle Markendesign ein. Mehr Außenlänge heißt auch mehr Platz – so wuchs das maximale Kofferraumvolumen auf 1.600 Liter (plus 50 Liter).

Neu: Mercedes-Benz GLC

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, Markteinführung am 12. September.

Preise: Benziner: GLC 250 (211 PS) ab 50.990 €; Diesel: GLC 220 d (170 PS) ab 49.480 €, GLC 250 d (204 PS) ab 49.990 € – jeweils mit Allradantrieb (4Matic) und Automatikgetriebe (9G-Tronic).

Der Allradantrieb wurde von Magna entwickelt, kommt ohne Differenzialsperre aus. GLC mit Heckantrieb? Könnte später kommen.

Serienmäßig sind u. a.: sieben Airbags, ESP, Agility-Control-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem, Tempomat mit variabler Geschwindigkeitsbegrenzung, Müdigkeitswarner, Kollisionswarner, Start/Stopp-System, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth.

Der GLC ist mit praktisch allen von höheren Mercedes-Klassen verfügbaren Assistenten und Vernetzungsmöglichkeiten bestellbar.