Erstellt am 16. Dezember 2013, 12:13

Mit feinem Sinn fürs Grobe. Opel | Das Flaggschiff der Rüsselsheimer, der Insignia, ist auch mit (einem cleveren) Allradantrieb zu haben – entweder ganz robust (Country Tourer) oder ganz sportlich (OPC).

Der Winter kann kommen: Insignia Country Tourer (vorne) und Insignia OPC machen auf Schnee und Eis eine gute Figur!  |  NOEN, Opel
Von Beatrix Keckeis-Hiller

4x4 liegt voll im Trend. Die Option auf vier angetriebene Räder stellt nicht nur einen Freibrief fürs gemäßigte oder forcierte Wildern im Gelände dar, sondern dank erhöhter Traktion einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor. Bei Opel war lange Zeit das Allradkapitel ein dünnes … Gerade einmal Ende der 1990er-Jahre gab es mit dem Vectra ein Allradlebenszeichen und zwischen 1998 und 2004 eines mit dem Frontera. 2006 übernahm der kompakte Antara die 4x4-Agenden. Für Belebung – auch in diesem Kapitel – sorgt seit 2012 der (sub-)kompakte Mokka, ob allradgetrieben oder nicht.

Das Portfolio der Allradgetriebenen ist nun mit der Überarbeitung des Blitz-Flaggschiffs Insignia (Outfit und Technik ak-tualisiert, frisch aufgeräumtes Interieur mit nun fast knöpferlfreier Mittelkonsole) um ein Modell erweitert: Opel reicherte die Kombi-, die Sports-Tourer-Fraktion um eine 4x4-Variante an. Diese heißt Country Tourer, bekam ein robusteres Outfit plus Höherlegung mit … sowie ein adaptives Allradantriebs-
system mit elektronischem Sperrdifferenzial.

Dieses Technikpaket steuert beim prinzipiell Frontgetriebenen vollautomatisch, via elek-tronisch dirigierter Lamellenkupplung, die Zuteilung von Antriebskräften auf alle vier Räder. Mittels des nicht reaktiv, sondern vorausschauend agierenden Systems ist es möglich, auch dann Traktion aufzubauen, wenn nur noch ein Rad über (Boden-)Haftung verfügt.

Die Probe auf dieses Fähigkeitsexempel lieferte der Coun-try Tourer auf teils verschneitem, teils spiegelglattem Eis-Handlingkurs. Er erwies sich dabei durchwegs als feinfühliger und spurstabiler Begleiter. Auch groben, mit Schlaglöchern und schmierigem Matsch sowie Rollsplit übersäten Untergrund meistert er souverän. Gerade das satte Gewicht (ab rund 1.850 Kilogramm) muss stets mit einkalkuliert werden.

Für den Country Tourer stehen drei Motorisierungen zur Auswahl: ein Zweiliter-(Mono)Turbodiesel mit 163 PS, als BiTurbo leistet das Triebwerk 195 PS, der Zweiliter-Turbobenziner hat 250 PS. Während der kleinere Selbstzünder und der Ottomotor wahlweise mit Schalt- oder Automatikgetriebe zu haben sind, können die Gänge beim Top-Ölbrenner nur automatisch sortiert werden (immer sechs Gänge). Start/Stopp-System gibt es nur für die Handschalter.

In der Familie der Standard-Insignias ist die Allradversion dem Kombi vorbehalten. Die ebenfalls neuen OPC-Versionen sind grundsätzlich vierradgetrieben – und zwar in allen Karosserievarianten. Hier sind 325 Turbo-PS aus dem 2,8-Liter-V6-Benziner mit adaptivem 4x4-System und Sportfahrwerk zusammengespannt. Die sechs Gänge werden wahlweise manuell oder automatisch sortiert.

Mit dem Country Tourer, den OPC-Insignias, dem Mokka und dem nicht mehr ganz tau-
frischen Antara ist das Allradangebot von Opel derzeit komplett. Es ist jedoch zu vermu-
ten, dass es – dem Trend gemäß – auch auf die Kompaktklasse ausgeweitet werden wird. Konkreter Bestätigungen enthalten sich die Verantwortlichen. Noch …

Neu: Opel Insignia Country Tourer & OPC
Start & Preis. Country Tourer (Diesel ab 37.190 €*, Benziner ab 41.790 €*) und OPC (Opel Performance Center, ab 49.790 €*) ab sofort erhältlich. Serienmäßig beim Country Tourer: sechs Airbags, ESP, Traktionskontrolle, adaptiver 4x4-Antrieb, Sperrdifferenzial, Sportfahrwerk, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, E-Heckklappe, LED-Tag- und adaptives Fahrlicht, Bi-Xenon-Kurvenlicht, 18-Zoll-Aluminiumräder. Prognostizierter Allradanteil am Insignia-Gesamtvolumen (in Österreich): 25 Prozent.
*Aktionspreise