Erstellt am 30. Mai 2016, 08:43

von Franz Farkas

Neu: Peugeot 3008. Im Herbst startet die zweite 3008-Generation – der Wagen ist vom Crossover zu einem (fast) vollwertigen SUV mutiert.

 |  NOEN, Peugeot

Als 2009 erstmals der 3008 präsentiert wurde, war die Autowelt noch nicht so auf den SUV
fixiert wie heute. Daher legten ihn die Franzosen als Crossover aus – sozusagen als „Mischling“, nirgendwo richtig zuordenbar. Das hat sich mit der zweiten Generation deutlich geändert: Der neue 3008 gehört nun eindeutig der Gattung SUV (Sport Utility Vehicle) an.

Der Fünftürer steht auf der EMP2 („Efficient Modular Platform“) genannten Plattform, die auch die Basis für den 308 und den Citroën C4 Picasso bildet – und die ebenfalls der neue Opel Meriva, der 2017 startet, haben wird. Gewichtsersparnis zum Vorgänger: rund 100 Kilogramm.

„Der neue 3008 ist die Speerspitze einer
SUV-Offensive von Peugeot!“
Christoph Stummvoll, Pressesprecher
Peugeot Österreich

Optisch fällt der neue Grill mit markanten Scheinwerfern (optional in Voll-LED-Ausführung zu haben) sofort auf. Die Radhäuser sind nun muskulös ausgestellt und dazu noch dementsprechend beplankt, hinten (die optisch dreigeteilten Rückleuchten sind serienmäßig mit LED-Technik ausgestattet) ist der kompakte Franzose etwas runder geworden (nicht mehr so klobig). Insgesamt hinterlässt er einen starken Eindruck – selbstbewusst, charaktervoll, harmonisch, dynamisch …

Den 4,45 Meter langen 3008 hat Peugeot von innen heraus konzipiert – schließlich sitzt man beim Fahren im Auto und nicht davor (der Innenraum hinterlässt übrigens einen ausgezeichneten Eindruck, selbst im Fond sitzen zwei bis zu 1,90 Meter große Personen entspannt). Das i-Cockpit der zweiten Generation (serienmäßig) sticht sofort ins Auge, es kommt hier erstmals zur Anwendung (siehe NÖN Woche 17/2016).
 


Im Prinzip besteht es aus zwei Bildschirmen, einer vor dem Fahrer und einer mittig platziert. Hier können alle nur erdenklichen Informationen abgerufen werden (Premiere: Im Löwen-SUV ist alles digital – Peugeot verzichtet erstmals auf analoge Tachoskalen), für die wichtigsten Anwendungen (zum Beispiel Radio oder Klimaanlage) gibt es zudem sieben Tasten. Geblieben ist das für die Marke typische kleine Lenkrad – man sieht darüber auf das Cockpit.

Motorisch setzt man zum Start auf zwei Turbobenziner mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum (130 und 165 PS), Selbstzünder-Freunde können zu einem von zwei Turbodieseln (1,6 und 2,0 Liter) greifen, die 100, 120, 150 bzw. 180 PS leisten. Ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor soll 2019 nachgereicht werden – Allradantrieb wird dabei inklusive sein, denn die Elektromotoren werden die Hinterräder antreiben. Vorerst allerdings wird es den 3008 „nur“ als Fronttriebler geben, für eine bessere Traktion sorgt die Peugeot-typische Grip Control, eine
Art elektronisch regelbare Differenzialsperre. Der Ordnung halber: 220 Millimeter Bodenfreiheit.

Neu: Peugeot 3008

Start & Preis. Österreich-Start ist im Oktober, Informationen zu Preisen und Ausstattungsdetails gibt
es noch nicht. Optional (nach der-zeitiger Sicht) gibt es ein nettes Goodie im 520 bis 1.580 Liter großen Kofferraum: Hier ist ein Tretroller (Name: e-Kick) versteckt, der auch elektrisch angetrieben ist und für eine Reichweite von immerhin zwölf Kilometer gut sein soll. Dazu gibt es natürlich eine praktische
Halterung, die auch eine Ladestation beinhaltet.