Erstellt am 16. Juni 2014, 08:17

von Beatrix Keckeis-Hiller

Neuauflage des Opel Vivaro. Rüsselsheim hat mit Renault den Vivaro neu aufgelegt. Höhere Eleganz und Prägnanz sollen ihm Salonfähigkeit verleihen.

Die Nutzfahrzeuge (hier der neue Vivaro) sind ein wichtiger Bestandteil der Opel-Wachstumsstrategie (DRIVE! 2022).  |  NOEN, Opel
Schönheit alleine macht es nicht aus. Aber es ist durchaus hilfreich, gut auszusehen. Das gilt auch für ein Segment, in dem an sich maximale Transportkapazität im Vordergrund steht – in dem der leichten Nutzfahrzeuge (bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht). Doch in jenem steigenden Maße, in dem sich Nützlichkeit nicht nur im Tragen von Lasten, sondern auch im komfortablen Transportieren von Personen manifestiert, hat Opel in Gemeinschaftsarbeit mit Kooperationspartner Renault die Mittelklasse der leichten Nützlinge neu interpretiert.

Im Falle der Rüsselsheimer ist das der Vivaro (der französische Bruder heißt Trafic). Er hat 216 Millimeter mehr an Länge dazubekommen, was ihm die Fähigkeit verleiht, auf seiner Basisladefläche drei Standard-Europaletten einpacken zu können (Gesamtladekapazität beim Kastenwagen je nach Karosserievariante: 5,2 bis zu 8,6 Kubikmeter). Dieses Talent wurde in ein neues Design verpackt – mit charakterstarkem Familiengesicht, wofür der Insignia Pate stand! Zeugnis dessen sind seitliche Sicken, sprich Charakterlinien. Die wiederum sollen für mehr Pfiff sorgen und für mehr als nur ein Quäntchen Lifestyle-Appeal.

Der Vivaro ist nicht nur schick, sondern auch sparsam

Das wird unterstützt durch eine neue Inneneinrichtung, die wesentlich näher am Pkw als bisher angesiedelt ist – durch
einen individuell justierbaren Fahrersitz plus ein in Reichweite und Neigung verstellbares Lenkrad. Dazu kommen clevere optionale Details wie etwa eine Tabletcomputer-Halterung sowie ein Mittelsitz, der in einen kleinen Schreibtisch umgewandelt werden und auch als Laptop-Verstaufach dienen kann.

Damit der Vivaro nicht nur schick, sondern auch sparsam ist, wurde das Motorenangebot neu geordnet. Es handelt sich durchwegs um 1,6-Liter-Die-sel (stammen von Renault). Diese leisten mit einfacher Turbo-Aufladung wahlweise 90 oder 115 PS, in der BiTurbo-Konfiguration besteht die Auswahl zwischen 120 oder 140 PS. Kraftstoffverbrauch ab 5,7 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 149 Gramm CO2 pro Kilometer (mit Start/Stopp-Technologie).
Garniert hat man das schickere und sparsame Laster- & Lifestyler-Offert mit einer Reihe von Hilfselektroniksystemen.



Serienmäßig sind ESP, Traktionskontrolle und Überrollvermeidung (Roll Over Mitigation) an Bord. Dazu geordert werden können unter anderem ein Tempomat mit Begrenzer sowie ein Parkpilot. Weiters bietet Opel das hauseigene Infotainmentsystem IntelliLink an, samt Sieben-Zoll-Touchscreen und Navigationssystem. Als aufpreispflichtige Komfort-Features gibt es außerdem Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Klimaautomatik und schlüssellosen Zugang & Start. Dadurch ist im praktischen Fahrbetrieb der Umgang mit dem Vivaro simpel wie in jedem Pkw, zumal die dynamischeren Design-Details dem Nützling nichts an seiner guten Karosserieübersichtlichkeit gekostet haben.

Neu: Opel Vivaro

Start & Preis: Markteinführung in Österreich im Sommer. Die Preise stehen noch nicht fest, sie werden sich am Vorgänger orientieren.

Kastenwagen derzeit: ab 25.540 € (inklusive).

Karosserievarianten: Kastenwagen, Doppelkabine, Plattform-Fahrgestell und Combi. Zwei Längen (4.998
und 5.398 Millimeter), zwei Höhen (1.971 und 2.4.465 Millimeter) – somit sind vier Versionen möglich.