Erstellt am 27. Januar 2014, 09:54

Neun statt sechs. Der neue Evoque schaltet drei Gänge höher und der Discovery bekommt zum silbernen Jubiläum neue Assistenzsysteme.

Heiß begehrt: der Baby-Range-Rover Evoque. Ab sofort mit neungängiger Automatik und neuem Allrad zu haben.  |  NOEN, Alexander Seger
Von Alexander Seger

Krise? Welche Krise? Obwohl 2013 österreichweit um fünf Prozent weniger Autos verkauft wurden, konnte Land Rover erneut zulegen: Plus acht Prozent in der Zulassungsstatistik – erstmals wurden mehr als 2.000 neue Pkw verkauft! Die stabile Nachfrage wird ebenso wie die imposante Steigerung der Land- Rover-Verkaufszahlen im Jahr 2012 – mit 95 Prozent Zuwachs nahezu eine glatte Verdoppelung – vom stylishen Evoque dominiert. Weltweit beträgt der Zuwachs fast 15 Prozent, China ist mittlerweile der wichtigste Markt.

Neun Gänge - viele Vorteile
Zurück zum Range Rover Evoque. Er bekam vom Christkind ein Technik-Update, das über die normale Modellpflege deutlich hinausgeht. Als erster SUV der Welt besitzt der Jahrgang 2014 neun Gänge (Entwicklungspartner: ZF), bei Quermotoren wegen der knappen Platzverhältnisse bis vor kurzem ein Ding der Unmöglichkeit. Je mehr Schaltstufen das Getriebe hat, umso länger kann der Motor im wirtschaftlichsten Drehzahlbereich laufen. Dadurch sinken Spritverbrauch und CO2- Emissionen.

x  |  NOEN
Und in Österreich auch der Kaufpreis: Der Preisvorteil durch die niedrigere NoVA beträgt (derzeit, bevor unsere Politiker wieder zuschlagen) je nach Modell bis zu 920 €. Auch der neue Allradantrieb, genannt Active Driveline, trägt das seine zu noch zivileren Trinksitten bei. Zwischen 35 und 180 km/h wird auf griffiger Fahrbahn der gesamte Hinterradantrieb entkoppelt, um Reibungsverluste zu minimieren. Wenn es die Fahrstabilität erfordert, ist der Allradantrieb in drei Zehntelsekunden ohne Zutun des Fahrers voll einsatzbereit. Das Drehmoment wird übrigens für jedes Hinterrad separat bemessen. Wie gut der damit ausgerüstete Wagen auf rutschiger Fahrbahn im „Querverkehr“ kon-trollierbar ist, konnten wir dieser Tage im teilverschneiten Lungau feststellen.

Satte 25 Jahre ist der Land Rover Discovery auf der Welt – für viele ist er das perfekteste Modell der Produktpalette: kürzer als ein Mittelklassekombi, aber mit Platz für sieben Personen und 3.500 Kilogramm Anhängelast. Zum Geburtstag bekommt die vierte Generation die neuen Assistenzsysteme aus den größeren Range-Rover-Geschwistern: Der Watttiefensensor hilft bei Flussdurchquerungen, während im Großstadtdschungel die Warnsysteme für den Toten Winkel, drohende Kollisionen beim Ausparken und die Kameras für unübersichtliche Kreuzungen oder Aus- und Einfahrten Verwendung finden.

Auch im Stadtverkehr top
Das Stopp/Start-System senkt den innerstädtischen Verbrauch – bis zu 0,8 Liter im Normverbrauch. Außerdem: Personen ohne Almhütte dürfen erstmals zu einem einstufigen Verteilergetriebe greifen – der Verzicht auf die Geländeuntersetzung für extreme Steigungs- oder Gefällestrecken spart neben Gewicht auch Geld. Erkennbar ist der 2014er-Modelljahrgang vor allem am neuen Tagfahrlicht und dem Schriftzug auf der Motorhaube: Dort steht jetzt nicht mehr der Markenname Land Rover, sondern die Modellbezeichnung Discovery.
 

Neu: Land Rover 2014

Range Rover Evoque. Drei- oder Fünftürer, Diesel mit 150 oder 190 PS, Benziner mit 240 PS, Schalt- oder Automatikgetriebe (sechs bzw. neun Gänge). Frontantrieb ab 35.600 €, Allradantrieb ab 38.000 €. Günstigster Evoque mit der neuen Automatik: 40.900 €.

Land Rover Discovery. Fünftürer, Diesel mit 211 oder 256 PS, achtgängige Automatik. Ab 54.300 €. Das Sondermodell Experience gibt es ab 50.200 €. NoVA-befreiter Lkw ab 49.644 €, der vorsteuerabzugsfähige Fiskal-Lkw ist ab 45.800 € zu haben (jeweils brutto).