Erstellt am 02. Dezember 2013, 11:39

NÖN-Test:… und es lebe der Sport!. Nissan | Der Haustuner der Japaner heißt Nismo. Der Juke Nismo ist eines der agilsten SUV-Modelle überhaupt – vor allem auf kurvigen Straßen fühlt er sich wohl.

Hat eine aggressiv(er)e Frontpartie: Juke Nismo, das Juke-Topmodell.  |  NOEN, Foto: Nissan
Von Thomas Vogelleitner

Nismo (steht für: Nissan Motorsport) genießt in Japan Kultstatus (fast noch mehr als hierzulande AMG oder die M GmbH) – ist seit Anfang des Jahres auch in Österreich vertreten. Wir haben uns den Juke Nismo näher angesehen.

Ist der normale Juke schon ein verrückter Kerl (der Wagen polarisiert, so wie seinerzeit der Fiat Multipla; Nissan sieht ihn als eine Mischung aus SUV und Sportwagen), so hat die Nis-mo-Version das berühmte Pünktchen auf dem i. Ein Bodykit sorgt für aerodynamischen Feinschliff, die roten Außenspiegel und die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen fallen sofort auf. Innen gibt es feinste Alcantara-Sportsitze (bieten perfekten Seitenhalt) sowie ein griffiges Lenkrad.
x  |  NOEN, Foto: Nissan
Der Nissan ist aber nicht nur cool, er hat auch clevere Details! In der Mittelkonsole hat man zum Beispiel eine Lösung gefunden, um die Flut an Knopferln überblickbar zu halten: Per Schalter wird ausgewählt, ob die Klimaanlage betätigt wird oder die sportlich-dynamischen Fahrzeugfunktionen verändert werden können. Sogar ein G-Meter ist vorhanden (zeigt die Längs- und Querbeschleunigung grafisch an). Das Platzangebot ist naja – man darf aber bitte nicht vergessen, dass der Juke auf einer Kleinwagen-Plattform aufgebaut ist (der Micra lässt grüßen).

Damit der Nissan genauso flott ist, wie er aussieht, haben die Techniker den bewährten 1,6-Liter-Benziner überarbeitet. Die Leistung wurde von 190 auf 200 PS erhöht – was am Papier nicht viel ist, in der Praxis den Fahrspaß aber in Kombination mit den anderen Modifikationen ordentlich steigert. Nismo hat dem Juke nämlich noch ein strafferes Fahrwerk und eine direktere Lenkung spendiert. Unser Testauto war zudem mit einem Allradantrieb ausgestattet: Das All Mode 4x4-i genannte System kann sogar Torque-Vectoring – das heißt, es verteilt die je nach Fahrzustand jeweils der Hinterachse zufallende Antriebskraft flexibel zwischen den beiden Hinterrädern. Das heißt unter dem Strich: flottes, stabiles Kurvenfahren … Eine kleine Spaßbremse ist allerdings das stufenlose CVT-Getriebe.
Fazit: Durchaus eine Überlegung wert!

NÖN-Test: Nissan Juke Nismo 1.6 DIG-T 4x4
Karosserie
Fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.165 x 1.770 x 1.565 Millimeter, Radstand 2.530 Millimeter, Wendekreis 10,7 Meter, Eigengewicht 1.475 Kilogramm, Kofferraumvolumen 207 bis 786
Liter.

Motor
Benziner, Turbo, Direkteinspritzer, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.618 Kubikzentimeter, 200 PS, 250 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, in 8,2 Sekunden auf Tempo 100, 7,4 Liter Super 95 pro 100
Kilometer, 169 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung
Allradantrieb, stufenloses CVT-Getriebe.

Preis & Serienausstattung
Ab 31.990 € – Front-, Seiten- und Fenster-Airbags, ESP, Dynamic-Control-System, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Klimaautomatik, Navigations-system, Rückfahrkamera, Audiosystem, Bluetooth, Intelligent Key, Alcantara-Sportsitze, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Tagfahrlicht, Außenspiegel elektrisch anklappbar.