Erstellt am 05. September 2016, 11:12

von Thomas Vogelleitner

Neuer Toyota Proace/ Proace Verso. Interessant für Arbeit, Sport & Spiel: Proace bzw. Proace Verso. Toyota-Frey-Austria-Geschäftsführer Friedrich Frey: „Waffe zur Aufholjagd!“

Wow! Der Wiener U-Bahn-Plan liest sich übersichtlicher als die Proace-Modellübersicht. Toyota hat mit dem neuen Proace ein vielseitiges Fahrzeug im Programm. Der Wagen kommt als Nutzfahrzeug (Kastenwagen Doppelkabine, Plattformkabine und Combi) und, mit dem Zusatznamen Verso, als MPV (für Unternehmen und Familien). Drei Karosserielängen stehen jeweils zur Auswahl (neu im Programm ist eine kompakte Version, 4.606 Millimeter lang).

Die neue (zweite) Proace-Generation wurde gemeinsam mit Peugeot und Citroën entwickelt, produziert wird in Sevel Nord-Valenciennes (Frankreich). Kein Wunder übrigens, die Kooperation hat sich beim Gemeinschaftsprojekt Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroën C1 bewährt. Zu rund 90 Prozent sind die Autos baugleich, Unterschiede gibt es nur bezüglich Optik. Die Euro-6-Motoren kommen von den Franzosen, sprich von Peugeot und Citroën.

Smart-Cargo-System

Die Fahrzeuge basieren auf der Plattform EMP (Efficient Modular Platform), die auch zum Beispiel der Peugeot 308 hat. Stellt sich automatisch die Frage: Warum soll man sich für einen Toyota entscheiden? Friedrich Frey, Geschäftsführer von Importeur Toyota Frey Austria: „Wir haben ein Jahr Garantie mehr, und im Werk gibt es zusätzlich für die Toyota-Modelle eine eigene Qualitätsspur!“

Bezüglich Qualität kann sich der neue Proace mehr als sehen lassen. Der Innenraum beim Verso ist voll auf Pkw-Niveau. Für Friedrich Frey ist der Proace Verso „die Rückkehr auf den MPV-Markt“, quasi ein Nachfolger vom legendären Previa. Platzangebot beim MPV (Multi Purpose Vehicle, auf deutsch: Mehrzweckfahrzeug)? Maximal neun Personen dürfen rein – und keiner von ihnen wird unter Platzangst leiden müssen. Kofferraumvolumen? Zum Beispiel bei der Länge Medium (sprich: 4.956 Millimeter) in fünfsitziger Version maximal 2.381 Liter (dachhoch). Die Variabilität im Innenraum ist (natürlich) sehr hoch.

Thema Nutzfahrzeug. Eine feine Sache ist das Smart-Cargo-System – das Durchladesystem in der Trennwand zwischen Fahrerkabine und Laderaum erhöht in Verbindung mit der hochklappbaren Beifahrersitzbank die Ladelänge auf bis zu 4.026 Millimeter (bei der Ver-
sion Lang, Karosserielänge 5.308 Millimeter) – plus maximal 6,6 Kubikmeter Laderaumvolumen (drei Euro-Paletten). Ebenfalls fein: Schiebetüren, die sich per Fußbewegung öffnen lassen.

Generell ist für den österreichischen Toyota-Chef der Proace/Proace Verso eine „Waffe zur Aufholjagd“. Derzeit hat
die japanische Automarke in der Alpenrepublik einen Marktanteil von zwei Prozent, europaweit sind es vier.

 Neu: Toyota Proace/Proace Verso

 Start & Preis. Der Proace startet jetzt im September – Kastenwagen Compact ab 20.150/24.180 €, Kastenwagen Medium ab 21.100/25.320 €, Kastenwagen Lang ab 23.300/ 27.960 € (Preise jeweils netto/brutto). Der Proace Verso wird im November an den Start gehen (Preise noch „top secret“).
Proace: Kastenwagen, Doppelkabine, Plattformkabine und Combi (bis zu neun Sitzplätze) – drei Längen (4.606, 4.956, 5.308 Millimeter), zwei Radstände (2.925, 3.275 Millimeter). Maximale Höhe: 1.905 Millimeter – somit auch tiefgaragentauglich. Maximale Zuladung beim Kastenwagen: 1.400 Kilogramm. Ladekapazität beim Kastenwagen: 5,1 bis 6,6 Kubikmeter (jeweils mit Smart-Cargo-System). Motoren? Diesel mit 95, 116, 122, 150 und 177 PS – ab 5,1 Liter pro 100 Kilometer.
Proace Verso: Kommt ebenfalls in drei Längen bzw. in zwei Radständen (siehe oben), hat maximal neun Sitzplätze. Drei Ausstattungsversionen: Shuttle (sechs Airbags, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Berganfahrhilfe, Klimaanlage, Schiebetüren auf beiden Seiten), Family und VIP. Motoren? Diesel mit 95, 116, 150 und 177 PS.
Erwartungen für 2017? Proace 200 verkaufte Einheiten, Proace Verso 250 (österreichweit).