Erstellt am 04. Juli 2016, 08:50

von Beatrix Keckeis-Hiller

Gestreckt & aufgepolstert: Citroën C3 im neuen Design. Der C3 ist erwachsen geworden. Die herzige Kugel legt Rundungen ab und Polster an. Dazu kommen neue Technikdetails.

Citroën definiert sich neu. Die Doppelwinkelmarke steckt mitten in einer Metamorphose. Man hat bereits mit dem Cactus ein eigenwilliges Vorzeichen gesetzt. Das Thema Premium wurde ausgelagert in das eigens gegründete Nobel-Label DS Automobiles. Jetzt folgt die Neuaufstellung der Modellpalette – bewusst in Mainstream-Segmenten (sprich: Kleinwagen), wie Citroën-Chefin Linda Jackson betont: „Mit Mut und markanter Persönlichkeit, um der Marke einen Verjüngungsimpuls zu geben.“ Was sie damit meint, das enthüllte sie kürzlich inLyon – den neuen C3.

Der hatte, als Nachfolger des Saxo, 2002 mit seiner Herzigkeit ein kugeliges Zeichen gesetzt, das über die Jahre mit Facelifts und Überarbeitungen akzentuiert wurde. Jetzt beschreitet er einen anderen Designweg, mit neuen Proportionen, die den Plattform-Zwilling Cactus zitieren: optische Karosseriestreckung, hoch angesetztes schmales Tagfahrlicht über den Scheinwerfern und Aufpolsterung an den Türen, mit Airbumps als Flankenschutz.

Das Layout des Interieurs ist ebenfalls neu: Es ist aufgeräumt und luftig eingerichtet mit zum Lümmeln animierender Möblierung. Auch hier zitiert er den stachelig benannten Bruder. Das Armaturenbrett ist einerseits reduziert ausgeführt, andererseits trägt es einen sieben Zoll großen Touchscreen als Infotainmentzentrale.

„Mit dem neuen C3 will Citroën sich mit Eigenständigkeit und Charakter im Mainstream etablieren!“ Christoph Stummvoll, Pressesprecher Citroën Österreich

Nachdem das unaufhaltsam wachsende SUV-Segment in allen Fahrzeugklassen längst ebenso die Kleinwagenklasse kennzeichnet, haben die Ci-
troën-Designer dem Kleinen einen bewusst robusten Look verordnet. Der kann mit (optionaler) Kunststoffbeplankung betont werden.
Mit diesen Attributen fällt der C3 ebenso auf wie der Cactus. Er soll das auch mit einer neu komponierten Farbpalette tun: Er wird grundsätzlich zweifarbig lackiert antreten.

Bei der Bestellung kann man aus 36 Varianten wählen, wie bunt er sein soll. Das optische Personalisierungsangebot besteht aus neun Außenlackierungen und drei Dachfarben, plus zusätzlichen Akzenten an Details wie etwa Außenspiegeln und Nebelscheinwerferumrahmungen. Auch für das Interieur – Sitzbezüge und Dekorelemente – kann man zwischen puristischem oder farbig kontrastreichem Ambiente wählen.

Selbstverständliche Smartphone-Integration

Motorisch bleibt es vorerst bei den bekannten Aggregaten und der Leistungsbandbreite zwischen 68 und 110 PS aus Dreizylinder-Benzinern (1,0 und 1,2 Liter Hubraum) sowie aus einem Vierzylinder-Diesel (1,6 Liter). Zum bisherigen manuellen Schaltgetriebe (mit fünf Gängen) kommt neu eine sechs-
stufige Wandlerautomatik.

Im Kapitel Elektronik steht – zeitgemäß – ein Infotainmentsystem. Vernetzen kann man sich via hauseigenem System, das Telefon, Navigation, Verkehrsinformation und eine Reihe von Online-Diensten bündelt. Smartphone-Integration ist geradezu selbstverständlich. Offeriert wird auch eine Rückfahrkamera. Das Assistenten-programm inkludiert unter anderem Spurhaltehelfer und Toter-Winkel-Warner. Dazu kommt ein strenger Müdigkeitsaufpasser, der ab einem Dauertempo von 70 km/h alle zwei Stunden zu einer Kaffeepause mahnt. Und bei Nichteinhaltung stündlich erneut insistiert.

Neu: Citroën C3

Start & Preis. Preise und Ausstattungsumfänge stehen noch nicht fest. Das Österreich-Debüt sowie der Österreich-Marktstart sind für die Vienna Auto Show
2017 (12. bis 15. Jänner) geplant.