Erstellt am 13. Februar 2013, 09:59

Peugeot fuhr 2012 Verlust von 5 Mrd. Euro ein. Der angeschlagene französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen hat 2012 mit 5 Mrd. Euro den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte geschrieben. Dies sei auf die Abhängigkeit vom schwierigen europäischen Markt sowie Abschreibungen in Höhe von 4,7 Mrd. Euro zurückzuführen, teilte Frankreichs größter Autobauer heute, Mittwoch, bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz mit.

Im Jahr davor hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 588 Mio. Euro erzielt. Der Konzernumsatz ging um 5,2 Prozent auf 55,4 Mrd. Euro zurück.

Für den PSA-Vorstandsvorsitzenden Philippe Varin spiegeln die Zahlen "das verschlechterte Umfeld in der Automobilbranche in Europa" wider. Vor allem in Südeuropa hat PSA erhebliche Absatzprobleme. Deswegen hat der Konzern laut Varin den "schwierigen, aber notwendigen Prozess zur Reorganisation unserer Produktionsstätten in Frankreich" eingeleitet.

Der Konzern ist nach VW Europas zweitgrößter Autobauer. Er investierte aber nur zögerlich in Wachstums- und Schwellenländern. Von der aktuellen Krise auf dem europäischen Markt wird PSA deswegen besonders schwer getroffen. 2012 brach der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent auf 2,97 Millionen Fahrzeuge ein.

Um aus der Verlustzone zu kommen, sollen - wie bereits bekannt - mehr als 8.000 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Werk bei Paris soll geschlossen werden. Insgesamt beschäftigte der Konzern Ende Juni 2012 rund 120.000 Menschen im Autobereich.