Erstellt am 30. September 2013, 09:36

Philosophie & Ökonomie. Mazda | Der neue 3er ist ein eigenständiges und eigenwilliges Statement in punkto Design und Motortechnik. Keine Frage des Geldes: Fünftürer und Viertürer kosten immer gleich viel!

 |  NOEN, Mazda
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Design ist bei Mazda nicht nur eine schicke Schale. Hinter dem Styling-Verständnis der Japaner steht die Philosophie Kodo (= die Seele der Bewegung). Umgesetzt wird sie nun in der Kompaktklasse – mit der dritten Generation des 3ers, der vor zehn Jahren erstmals auf den Markt gekommen ist.

Im neuen 3er steckt aber auch ein hoher Anteil an Ökonomie. Bereits beim Gewicht: Der Kompakte wiegt ab 1.190 Kilogramm (minus 70 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger) – sowohl der Fünftürer (4.460 Millimeter, Kofferraumvolumen 364 bis 1.263 Liter) als auch der Viertürer (4.458 Millimeter). Der Radstand hat auf 2.700 Millimeter zugelegt, das kommt dem Innenraum zugute.

In Bezug auf Verbrauchsökonomie vertritt Mazda eine eigenständige und eigenwillige Philosophie. Diese folgt weniger dem Trend zu Downsizing und (bei den Benzinern) Aufladung, sondern akribischer Feinbearbeitung der bestehenden Aggregate – siehe Skyactiv-Technologie. So kommt es, dass es zwar einen 1,5-Liter-Benziner mit 100 PS gibt, darüber hinaus aber nach wie vor einen 2,0-Liter-Benziner mit 120 oder 165 PS sowie den bestens bekannten 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS. Dank Einsatz von Start/Stopp-System (i-stop) und Bremsenergierückgewinnung (i-LOOP) konsumieren die Ottomotoren zwischen 5,1 und 5,8 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 118 bis 135 Gramm pro Kilometer), der Selbstzünder 3,9 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 104 Gramm pro Kilometer). Alle Aggregate sind standardmäßig mit (knackig-kurzwegigem) manuellem Getriebe (sechs Gänge) zusammengespannt. Für den mittleren Benziner und den Diesel gibt es optional eine sechsstufige Automatik.

Auf den ersten Testrunden konnten die beiden Abstufungen des 2,0-Liter-Benziners und der Diesel zeigen, wie gut sie sich mit der Neuinterpretation des straff-sportlich abgestimmten Fahrwerks und der frisch präzisierten Lenkung vertragen – und auch beweisen, dass Fahrfreude ein integraler Bestandteil der Mazda-Philosophie ist.
Die wird unterstützt durch das neu eingerichtete Interieur mit nur kurze Eingewöhnungszeit erfordernden Anzeige- und Bedienelementen wie dem Dreh- und Drückregler in der Mittelkonsole. Dabei kann eine Reihe von Multimedia- und Assistenzsystemen bereitstehen – wie: Navi mit Sieben-Zoll-Farbmonitor, Head-up-Display, Smartphone-Anbindung (via Bluetooth oder USB), Bose-Soundsystem Tempomat mit Abstandswarner, City-Notbremsassistent, Spurwechselassistent …

Neu: Mazda3
Start & Preis. Fünftürer (Sport) ab 25. Oktober, der Viertürer (Limousine) wird wenige Wochen später starten. Benziner: G100 ab 16.990 €, G120 ab 20.790 €, G165 ab 25.290 €; Diesel: CD150 ab 23.990 €, ein schwächerer Selbstzünder ist bereits in der Pipeline.
Das Einstiegsmodell Emotion hat: sechs Airbags, Stabilitäts- und Trak-tionskontrolle, Berganfahrassistent, Reifendruckkontrolle, Klimaanlage, CD/MP3-Radio.
Weiters: Challenge (City-Notbremsassistent, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bluetooth, 16-Zoll-Aluräder), Attraction (LED-Tagfahrlicht, Einparkhilfe hinten, Spurwechselassistent), Revolution (Head-up-Display, schlüsselloses Zugangssystem, Bose-Soundsystem), Revolution Top (Spurhalteassistent, Fernlicht-
assistent, adaptives Kurvenlicht, Lederausstattung). Grundsätzlich gilt: Je höher die PS-Zahl, umso reichhaltiger auch die Serienaus-stattung.
Verkaufserwartung im ersten Voll-jahr in Österreich: 3.000 Fahrzeuge.
Prognostizierter Karosseriemix: 80 Prozent Fünftürer, 20 Prozent Vier-türer. Voraussichtlich meistverkaufte Version: G120 Attraction.