Erstellt am 11. Mai 2015, 09:01

von Alexander Seger

Porsche: Ein bisserl mehr geht immer …. So richtig exklusiv ist ein „normaler“ Porsche heutzutage selbst bei uns nicht mehr.

Der Panamera Exclusive Series ist momentan der teuerste Porsche (der 918 Spyder ist längst ausverkauft). Die stolzen 100 Besitzer werden sich fragen: Sammeln und wegstellen, hinten Platz nehmen oder selber fahren?  |  NOEN, Porsche
Speziell die wohlhabende Elite in den USA, Russland und China sucht immer wieder Möglichkeiten, Kapitalzuwächse am Parkplatz des Golfclubs sichtbar, fühlbar, erlebbar zu machen. Die auf weltweit 100 Stück limitierte Panamera-Exclusive-Serie eignet sich dazu trefflich.

570 PS und Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h

Auf der Basis des Turbo S Executive (das heißt: 570 PS, 800 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 310 km/h und langer Radstand) entstanden in viel Handarbeit tiefschwarz lackierte Boliden, wobei der Bereich unter den Türgriffen mit einem Farbverlauf in Maronenbraun kontrastiert (selbstredend ist auch bei Parkschäden sichergestellt, dass die Türen exakt nachlackiert werden können.)

Auch der Innenraum geizt nicht mit Exklusivität. Besonders feines Leder der italienischen Möbelmanufaktur Poltrona Frau wurde für Sitze und Türverkleidungen gewählt, das Armaturenbrett ist hingegen wegen allfälliger Spiegelungen mit schwarzem Nappaleder bezogen. Als besonders liebevolles Detail wird die Sitzmittelbahn durch Löcher belüftet, die in der Form des Porsche-Wappens gestanzt sind.



Dafür wurde ein eigenes Walzwerkzeug gebaut, wie Boris Apenbrink, Director Exclusive Special Vehicles, im Gespräch mit der NÖN erzählt. Sogar die Hülle für das Fahrzeughandbuch ist aus feinstem, mit der Form des Wappens perforiertem Leder samt handgeprägtem Porsche-Exclusive-Schriftzug gefertigt – eigentlich viel zu schade, um im dunklen Handschuhfach zu versauern.

Zwei, drei Fahrzeuge werden in Österreich verkauft

Fahreindruck? Wie zu erwarten sehr souverän, aber da unterscheidet sich der Wagen nicht von seinen günstigeren Geschwistern. Und nein, wir haben keinem Scheich das Auto entführt, sondern mit einer der vier werkseigenen „Nullnummern“-Vorserienfahrzeuge, die nicht verkauft werden, eine Proberunde rund um das Stuttgarter Porsche-Museum gedreht. Ehrensache, dass jedes der 100 Kundenfahrzeuge über dem Handschuhfach mit einer nummerierten Plakette versehen wurde.

Wer sich seine Lieblingszahl wünschen möchte, muss sich freilich beeilen, denn mehr als 75 Fahrzeuge sind bereits fix verkauft. Nach Österreich werden zwei, drei Fahrzeuge des derzeit teuersten Porsches rollen – höchste Exklusivität ist also garantiert. Aber das darf man bei einem Ab-Kaufpreis von 319.529 € auch erwarten.