Erstellt am 16. September 2014, 12:39

Reifendruck-Kontrollsysteme ab 1. November Pflicht. Ab 1. November 2014 müssen alle in der EU neu verkauften bzw. zugelassenen Pkw der Klasse M1 (bis 3,5 Tonnen) serienmäßig mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein.

Der ÖAMTC sieht darin Sicherheitsvorteile, warnt aber gleichzeitig auch vor Mehrkosten für Autofahrer. Besitzer von bereits zugelassenen Fahrzeugen sind von der neuen Regelung nicht betroffen, es sei denn, ihr Auto wurde nach dem 1. November 2012 neu typisiert.

Internationale Studien würden zeigen, dass eine große Anzahl von Pkw mit falschem, meist zu niedrigem Luftdruck unterwegs sind, so der ÖAMTC. Eine regelmäßige Kontrolle des Reifeninnendrucks ist vor allem aufgrund zweier Faktoren anzuraten: Erstens ist zu geringer Luftdruck in einem oder mehreren Reifen ein Sicherheitsrisiko, weil dadurch das Fahrverhalten negativ beeinflusst wird. Zweitens erhöht zu geringer Luftdruck maßgeblich den Reifenverschleiß und den Spritverbrauch. Wer den Druck regelmäßig kontrolliert, verringert also nicht nur die Unfallgefahr, sondern spart auch Geld.

RDKS nicht deaktivierbar

Die RDKS, die ab 1. November 2014 bei allen Neuwagen Pflicht sind, dürfen nicht deaktivierbar sein und müssen den Fahrer zuverlässig warnen. Dafür gibt es prinzipiell zwei Methoden, welche davon zur Anwendung kommt, entscheidet der Fahrzeughersteller bei der Entwicklung seiner Modelle. Neuwagenkäufer sollten sich daher informieren, ob und mit welchen Mehrkosten sie bei einer Neu- oder Umbereifung ihres Fahrzeuges rechnen müssen.

Zum einen gibt es die direkte Messung: Der Luftdruck im Reifen wird von Sensoren gemessen und drahtlos in das Fahrzeugsystem übertragen. Bei der indirekten Messung wiederum wird eine Luftdruckdifferenz zwischen den einzelnen Reifen mit der im Fahrzeug eingebauten Sensorik gemessen. Neueste Entwicklungen erlauben nicht nur die Warnung vor einem Druckverlust in einem, sondern auch in allen vier Reifen, wenn sie z. B. "schleichend" die Luft verlieren.