Erstellt am 03. September 2012, 00:00

schieben. die herkömmliche B-Säule wird verzichtet.

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VON BEATRIX KECKEIS-HILLER

Der Kleinste der Ford-Großraum-Familie war bislang der Fusion. Der wird zwar weiter produziert, aber nicht mehr nach Österreich importiert. Hier wird er ersetzt durch den B-Max, der Neues mit sich bringt. Und zwar ein Türkonzept, das bislang der größeren und großen Klasse vorbehalten war: die Kombination aus Schwing- und Schiebetüren.

Was im C- und D-Segment klassisch praktisch ist, birgt auf B-Ebene den Knackpunkt des knappen Raumangebots. Das Einsteigen und Beladen kann auf rund vier Metern Fahrzeuglänge schnell zur Wurstelei ausarten. Dem setzten die Kölner mit dem B-Max eine innovative Lösung entgegen: Sie verzichteten auf die B-Säule. Aber nur scheinbar! Denn sie verteilten ihre Funktion auf die vordere Schwing- und die hintere Schiebetür, in Form von massiv verstärkten Rahmen-Konstruktionen. Der Effekt ist
eine (beidseitige) seitliche Öffnung von eineinhalb Metern, durch die es sich bequem ein- & aussteigen, ein- & ausladen lässt. Und wenn es heiß ist, wie zuletzt im August, kann die aufgeheizte Innenluft merkbar schneller entweichen. Letzteres war zwar für die Bestnote (fünf Sterne) im NCAP-Crashtest sicherlich nicht ausschlaggebend. Eine Top-Bewertung bekam der B-Max allemal, unter anderem für seine hohe Verwindungssteifigkeit. Noch ein Detail am Rande, ein sehr praktisches, zum Thema Wurstelei: Die vorderen Sicherheitsgurte sind a la Roadster/Cabrio in die Sitzlehnen integriert.

Der B-Max steht auf der länger gezogenen Plattform des Fiesta. Mit 4,08 Metern misst er knapp elf Zentimeter mehr als dieser. Fortgesetzt aus der Fusion-Ära ist die erhöhte Sitzposition. Das neu eingerichtete Cockpit und der frisch eingeräumte Innenraum vermitteln Wohnlichkeit und gutes Raumgefühl in der ersten Reihe. In der zweiten Reihe ebenso – wenn der Mittelsitz leer bleibt. Bleiben außer dem Fahrersessel alle anderen unbesetzt, kann man die Fondlehnen mit einem Handgriff im Boden verschwinden lassen und die Beifahrersitzlehne auch noch umklappen. Dann steigt das
Ladevolumen von 318 auf 1.386 Liter. Langgut darf bis zu 2,35 Meter Länge aufweisen.

Zu den praktischen Seiten des B-Max serviert Ford auch vorbildliche Wirtschaftlichkeit. Die Stars der Motorisierungspalette sind die beiden Versionen des turbo-aufgeladenen 1,0-Liter-Dreizylinders namens EcoBoost, einmal mit 100, einmal mit 120 PS. Mit 4,9 Liter im Durchschnitt und einem CO2-Emissionswert von 114 Gramm pro Kilometer bescheren sie Sparsamkeit bei Drehfreudigkeit, erfrischend kernigen Sound und – vor allem in der 120-PS-Version – mehr als nur einen Hauch von Sportlichkeit. Zumal Fahrwerk, Lenkung und Bremsen das für Ford typische Dynamik-Versprechen halten.

FORD /  Der B-Max ersetzt in Österreich den Fusion. Highlight: Auf

Schwingen und

Sechs Motoren stehen beim
B-Max zur Auswahl – ab 75 PS.