Erstellt am 24. März 2014, 08:55

Schnuckelige Schachtel. Kia | Auch neu interpretiert setzt sich der Soul über die (Segments-)Grenzen hinweg. Es bleibt beim Crossover aus Kombi, Mini-Van und SUV. 2015 startet die E-Version.

Inspiriert ist das neue Außendesign durch die Studie Track'ster. Gibt dem Soul ein erwachsenes Auftreten - und bewahrt zugleich den markanten Charakter des Autos.  |  NOEN, Kia
Von Beatrix Keckeis-Hiller

Kia traut sich was! 2008 stellte man mit dem Soul ein schnuckliges schachtel- oder (je nach Betrachtungsweise) würfelförmiges Auto vor (Markteinführung in Europa: 2009), das sich in keine (Segments-)Schublade einordnen lässt. Auch nicht lassen will. Sondern auf das Konzept „möglichst viel Raum auf möglichst kompakter Grundfläche“ setzt.

Das tun andere Hersteller zwar auch, nur gehen die nicht in dem fast quadratischen Maß in die Höhe – was die Karosserie und das Fahrwerk betrifft … Womit der nur knapp mehr als vier Meter lange Subkompakte nicht bloß Kombi- und Mini-Van-, sondern auch SUV-Eigenschaften (ohne auf Allradantriebsoption zu setzen) mitbekommen hat. Damit bewies Kia Mut zur Eigenständigkeit. Und dieser Weg wird jetzt fortgesetzt.

Basiskofferraumvolumen hat um 14 Liter zugelegt

Mit einer Neuauflage des Soul. Dabei wurde nicht an den Grundprinzipien gerüttelt, auch wenn die Techniker betonen, dass so gut wie jede Karosseriekomponente neu ist. Neu, das ist auf jeden Fall die Plattform. Sie ist an die des cee’d angelehnt. Damit Hand in Hand ging ein moderates Wachstum.

Es sind 20 Millimeter mehr in der Länge (nunmehr 4,14 Meter), ebenso viel im Radstand (nunmehr 2,57 Meter) und 15 Millimeter in der Breite (nunmehr 1,8 Meter). Die Höhe ist mit 1,61 Meter unverändert geblieben. Das Basiskofferraumvolumen hat um 14 Liter zugelegt (auf 354 Liter), bei umgelegten Fondlehnen fasst das Ladeabteil maximal 994 Liter.

Die Hauptaugenmerke der Weiterentwicklung lagen auf technischer und ausstattungsseitiger Ebene. Optimiert wurden im Hinblick darauf vor allem die Karosseriesteifigkeit, das Fahrwerk, die Radaufhängungen, die Lenkung und die Geräuschdämmung. Verfeinert wurde dazu das Interieur mit neu gestalteten Details an Instrumentenboard und Mittelkonsole sowie optisch und haptisch hochwertigeren Materialien nebst einer reichhaltigen Basisausstattung.

Knackigeres Fahrverhalten und bester Federungskomfort

Der ab 1.212 Kilogramm schwere Koreaner vermittelt ein spürbar knackigeres Fahrverhalten. Der Federungskomfort ist auch auf gröbstem Untergrund sehr in Ordnung, genauso wie das noch luftigere Raumgefühl und die gefällig sowie übersichtlich angeordneten Bedienelemente.

Unverändert geblieben ist das Motorenangebot, das aus zwei 1,6-Liter-Vierzylindern besteht. Da ist einmal ein braver Benziner mit 132 PS (1.6 GDI), und dann ein recht kräftiger Diesel mit 128 PS (1.6 CRDi, ab 5,0 Liter pro 100 Kilometer), beide derzeit mit Euro 5b-Abgas-Einstufung. Die beiden Antriebe sind jeweils zusammengespannt mit einem sechsgängigen Schaltgetriebe. Für den Selbstzünder wird optional ein sechsstufiges Automatikgetriebe angeboten.

Neue Ausstattungsversionen: Titan, Silber und Gold

Mit seinem Marktstart Anfang Mai kommt der Soul auch in den Genuss der Neuordnung, die Kia Österreich derzeit bezüglich Ausstattungen und Optionen durchführt. Die Ausstattungsversionen heißen in Zukunft Titan, Silber und Gold.

Last but not least: Nächstes Jahr wird ein Elektro-Soul nachgereicht. Die Koreaner versprechen eine Reichweite von bis zu 200 Kilometer.
 
Neu: Kia Soul
Start & Preis. Ab Anfang Mai erhält-lich – Benziner ab 17.890 €, Diesel ab 19.140 €.
Das Einstiegsmodell Titan hat serienmäßig: sechs Airbags, ESP, Berganfahrassistent, Tempomat, Rückfahr-
kamera, Klimaanlage, CD/MP3-Radio, Bluetooth.
Weiters: Silber (Klimaautomatik, LED-Tagfahrlicht, Lederlenkrad und -schaltknauf, Nebelscheinwerfer, Parksensoren hinten) und Gold (Navigationssystem, LED-Rückleuchten, Ledermöblierung, Lenkradheizung, Sitzheizung, Xenon-Scheinwerfer, 18-Zoll-Aluminiumräder).