Erstellt am 16. Juni 2014, 08:24

von Alexander Seger

Skoda komplett überarbeitet. Alle tschechischen 4x4-Modelle wurden erneuert bzw. komplett überarbeitet. Ergebnis: souveräne Fahreigenschaften.

Traut man dem Yeti Outdoor 4x4 (Bild) gar nicht zu: diese hohe Offroad-Tauglichkeit. Der weltweit meistverkaufte 4×4-Skoda ist übrigens der Octavia (seit 1999 im Handel).  |  NOEN, Skoda
Der Octavia Combi, der Superb (Limousine und Combi) sowie der Yeti (urbane Version und Outdoor) haben auf Wunsch eines gemeinsam: Allrad. Damit sind es aktuell fünf verschiedene Modelle, die mit der modernen Haldex-Kupplung ausgerüstet sind. In der mittlerweile fünften Generation verteilt die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung die Antriebskraft des Motors je nach Bedarf innerhalb von Millisekunden – variabel auf alle Reifen (ein wichtiger Sicherheitsaspekt).

Yeti mit mehr Kletterfähigkeit 

Die Zugkraft, vor allem auf glatten Fahrbahnen, ist damit 25 Prozent höher als bei Frontantrieb, was besonders Fahrer mit Anhänger oder Wohnwagen schätzen: Das Anfahren wird leichter, Anstiege werden besser bewältigt. Und beim Beschleunigen reagiert das Fahrzeug schneller auf die Straßenverhältnisse. Im normalen Fahrbetrieb werden wird nur die Vorderräder angetrieben, was die Wirtschaftlichkeit verbessert.

Der Yeti mit seiner erhöhten Bodenfreiheit (180 Millimeter) gewinnt als Allradler sogar abseits befestigter Straßen: Seine Kletterfähigkeit geht weit über das Befahren von landwirtschaftlichen Verbindungsetappen oder Forstwegen hinaus. Nach dem Drücken der Offroad-Taste in der Mittelkonsole wird das ganze Fahrzeug auf den Einsatz im Gelände konfiguriert (bis 30 km/h aktiv). Mit der elektronischen Differenzialsperre wird bei der Verschränkung im Gelände ein Rad, das in der Luft hängt, über das Regelsystem gebremst und die Kraft dem gegenüberliegenden Rad zugeteilt.

Neues Skoda-Modell im September

Die elektronische Anfahrhilfe unterstützt das Anfahren am Berg oder mit einem Anhänger: Dabei wird bei Vollgas die Drehzahl auf 2.500 Umdrehungen pro Minute begrenzt. Das ABS regelt so, dass Schnee oder Schotter leicht verschoben werden – und sich Bremskeile vor den Rädern bilden. Beim Bergabfahren auf Gefällestrecken von zehn Prozent oder mehr hält der Wagen ganz ohne Zutun des Lenkers die gewählte Geschwindigkeit, sodass auch (winterliche) Bergabpassagen ihren Schrecken verlieren.

Schon demnächst darf das nächste (sechste) Skoda-Modell mit Allradantrieb auf den Markt: Der Octavia Scout (im Vergleich zum normalen Combi mehr Bodenfreiheit und robuste Plastikschützer rundum) wird auf der Allradmesse im Wienerwald seine Premiere feiern (4. bis 7. September).

Skoda 4x4-Modelle

Octavia Combi:
Benziner mit 180 PS,
Diesel mit 105 und 150 PS,
ab 26.510 €.

Superb Limousine/Combi:
Benziner mit 160 und 260 PS,
Diesel mit 140 und 170 PS,
ab 31.090/32.450 €.

Yeti urbane Version/Outdoor:
Benziner mit 160 PS,
Diesel mit 110, 140 und 170 PS,
ab 25.070/25.230 €.