Erstellt am 24. September 2012, 09:18

Solide Reise-Weise. Chevrolet | Der Malibu ist eine Ami-Limousine im Europa-Format – und ab sofort auch mit einem 160-PS-Dieselmotor zu haben! Braucht im Schnitt (ab) 5,1 Liter …

 |  NOEN
Seit gut einem Dreivierteljahr ist die aktuelle Chevrolet-Malibu-Generation in Österreich auf dem Markt. Der Erbe des einstigen Chevelle hat sich im Laufe seiner acht Generationen stark verändert. Nicht nur der Heckantrieb ist Geschichte, auch die amerikanische Interpretation von Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, Federungskomfort …
Optisch zitiert der jetzige Malibu seine Übersee-Verwandtschaft zwar, doch ist die Stufenhecklimousine mit 4,87 Metern Länge in ihren Dimensionen europäisch – mit einem recht geräumigen Ladeabteil (mindestens 545 Liter Ladegut passen rein).

Der Mittelklassler ist bei uns als Benziner gestartet, motorisiert mit einem 2,4-Liter-Vier-
zylinder mit 167 PS. Jetzt wird der für den österreichischen Markt enorm wichtige Diesel nachgereicht. Als Antriebsquelle dient dabei ein 2,0-Liter-Common-Railer mit Turboaufladung (vier Zylinder) – 160 PS stark, 350 Newtonmeter.
Dass unter der Haube ein Diesel arbeitet, das macht – von außen betrachtet – an der Karosserie so gut wie keinen optischen Unterschied. Auch nicht beim Interieur. Und akustisch geht es, von innen gehört, auch nicht sehr viel anders zu als im Benziner. Das Aggregat gibt sich durch ein fernes Brummen als Ölbrenner zu erkennen – wie in einem gepflegten Dieseltaxi.

Ausgelegt ist der Malibu grundsätzlich auf eine „solide Reise-Weise“. Der Selbstzünder unterstützt diese Orientierung und sorgt für sehr kräftigen, nicht übertrieben mächtigen, dafür unbeirrbaren Schub auf allen Straßensteigungs- und auch Wetterlagen. Fahrwerk und Lenkung sind, dazu passend, eher auf Cruising abgestimmt. Ohnehin geht sowieso wohl kaum jemand mit Familien- und Gepäckbesetzung auf Kurvenhatz. Der Federungskomfort passt zur Auslegung, bloß ganz böse Asphalt-Löcher ent-locken der Hinterachse hin und wieder ein leises Poltern.
Gut aufeinander abgestimmt sind Motor und Getriebe. Wer die sechs Gänge nicht händisch sortieren möchte, der kann auch eine sechsstufige (Wandler-)Automatik ordern. Die erhöht dann das entspannte Cruising-Gefühl noch einmal. Der Automat genehmigt sich knapp einen Liter mehr Treibstoff als der Schalter, nämlich auch nicht übertriebene 6,0 statt 5,1 Liter pro 100 Kilometer (160 bzw. 134 Gramm CO2 pro Kilometer). Die Höchstgeschwindigkeit? Bis zu 213 km/h.
Sicher ist sicher: fünf Sterne beim EuroNCAP-Crashtest!