Erstellt am 07. Juli 2014, 08:25

von Beatrix Keckeis-Hiller

Stromern, sporteln, sparen. Audi | Die Ingolstädter bringen mit dem A3 Sportback e-tron verbrauchs- und emissionssparsame Plug-In-Hybrid-Antriebstechnik in die Premium-Kompaktklasse.

 |  NOEN, Audi
Mit Gründlichkeit geht man im VW-Konzern das Thema alternative Antriebe an. Soll heißen: Verbrauchs- und emissionsgenügsame Systeme werden intensiv und akribisch getestet, bevor sie auf die Straße kommen. Nicht anders verhält es sich mit Audis erstem Plug-In-Hybrid: dem A3 Sportback e-tron (wurde als Studie auf dem Genfer Autosalon 2013 präsentiert).

Das nun serienfertige Modell ist ein technischer Zwillingsbruder des bereits vorgestellten VW Golf GTE. Er teilt mit diesem auch die Eckdaten: 204 PS Systemleitung (plus 350 Newtonmeter) – aus einem direkt eingespritzten 1,4-Liter-Turbobenziner (TFSI) mit 150 PS plus einem Elektromotor mit 102 PS (passt perfekt dazu: sechsgängiges Doppelkupplungsgetriebe).

Seine ersten Weltpremieren-Testkilometer absolvierte der alternative Ingolstädter auf österreichischem Boden – rund um den neuen DC-Tower und die Metastadt, beide in Wien-Donaustadt. Von zweiter Location ausgehend konnte der A3 e-tron, der ausschließlich als Fünftürer (Sportback) zu haben ist, auf einer abwechslungsreichen Route via Tulln an der Donau und Katzelsdorf im Wienerwald zeigen, was seine vier (per EV-Tastendruck an der Mittelkonsole anwählbaren) Fahrprofile können.

„Der Audi A3 Sportback e-tron vereint sportliche Kraft, hohe Effizienz und dynamischen Fahrspaß mit vollem Alltagsnutzen.“ Gudrun Glück, Pressesprecherin Audi Österreich

Gestartet wird grundsätzlich im Elektromodus. Hier stehen nahezu lautlose und lokal emissionsfreie bis zu 50 Kilometer Reichweite zur Verfügung, mit temperamentvoller für E-Motoren typischer Kraftentfaltung (bis zu 130 km/h schnell). Ist die Batterie erschöpft, wird fast unmerklich auf Benzinbetrieb umgeschaltet. Im automatischen Hybridmodus regelt das System automatisch die jeweils optimale Zusammenarbeit zwischen Elektro- und Verbrenner-Antrieb. Zwei weitere Modi sind darauf ausgelegt, entweder die Batterieladung zu erhalten bzw. verstärkt für Energierückführung zu sorgen.

Sind am Ende des Fahrtages die 8,8 kWh-Akkus dennoch leer, kann der Hybrid-A3 mittels des serienmäßig mitgelieferten Ladesystems entweder an einer Haushaltssteckdose in drei Stunden und 45 Minuten oder an
einer Industriesteckdose in zwei Stunden und 15 Minuten wieder aufgeladen werden. Der erforderliche Anschluss dafür steckt hinter dem Vier-Ringe-Logo im Kühlergrill.

Einschränkung im Kofferraumvolumen

Mit voller Strom- und Treibstoffbefüllung (50-Liter-Tank) soll eine Gesamtreichweite von bis zu 940 Kilometern möglich sein – das ergibt 1,5 Liter Normmixverbrauch pro 100 Kilometer (35 Gramm CO2 pro Kilometer)!

Optisch unterscheidet sich der Hybride nur in Details von seinen konventionell angetriebenen Brüdern: siehe horizontal ausgerichteter Singleframe-Grill, LED-Scheinwerfer, spezifische Stoßfänger und Diffusor, nebst 17-Zoll-Aluminiumrädern im Turbinendesign. An Gewicht bringt er mit 1.540 Kilogramm etwa 200 Kilogramm mehr auf die Waage als ein durchschnittlicher Verbrenner-Sportback.

An Kofferraumvolumen muss man wegen der Lithium-Ionen-Akku-Platzierung im Heck auf ein wenig verzichten: 280 bis 1.120 Liter verbleiben (gegenüber 380 bis 1.220 Liter). Worauf man nicht verzichten muss, das ist Fahrspaß! Den bietet der e-tron, wie von Audi versprochen. Der Sprint auf Tempo 100 geht in 7,6 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 222 km/h.

Neu: Audi A3 Sportback e-tron

Start & Preis. Der Vorverkauf startet im Sommer, Markteinführung im November – ab 39.900 €. Das Einstiegsmodell hat: sieben Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, LED-Scheinwerfer, Ladesystem‚ (Kabel etc.), 17-Zoll-Aluminiumräder. Interessante Option: e-tron-Paket (Preis noch offen) – mit Navigationssystem, Tempomat, Parksensoren hinten, Licht- und Glanzpaket, beheizbaren Außenspiegeln.
Verkauf ausschließlich über ausgewählte Händler (während den Öffnungszeiten kann die Elektroladesäule bei den e-tron-Händlern kostenfrei genutzt werden). 2013 wurden österreichweit 2.573 Hybridautos neu zu-gelassen. Jänner bis Mai 2014: 909.