Erstellt am 11. April 2016, 08:13

von Michaela Fleck-Regenfelder

Subaru Levorg 1.6 GT-S Lineartronic im BVZ-Test. Levorg heißt der jüngste Kombi aus Japan. Der hat (natürlich) Allradantrieb und Boxermotor – und jede Menge gute Manieren.

 |  NOEN, Subaru
Mit einem Ork hat Subarus Jüngster gar nichts gemeinsam. Auch wenn sein Name entfernt nach den wüsten Kerlen aus den Schwarzen Landen von Tolkiens Mittelerde klingt …

Aber: Für die ist der Levorg nicht nur viel zu gut angezogen. Für die ist der von Fuji Heavy Industries (Subaru gehört zu diesem Mega-Konzern) gefertigte Kombi auch viel zu gut erzogen. Schließlich kommt er auch aus der Legacy-Linie der Allradspezialisten. Und soll in der Klasse der „Sports Tourer mit permantem Allrad“, so Subaru, vorausreiten.

Das fängt schon mit seinem Auftreten an. Rein größentechnisch steht der Levorg genau zwischen der vierten (bis 2009) und der fünften Generation (bis 2013) des Legacy Kombi. Das heißt für die Straße: Lang und breit und flach die Silhouette, mehr elegant als sportlich die Erscheinung – trotz der Kühlerhutze auf der Haube und der Doppelrohre am Heck. Beides gehört zum obligaten Boxer-Benziner, der für den Levorg eigens entwickelt wurde und sich leise schnurrend anhört und samtweich fährt.

Legacy, Revolution und Touring

Reichlich Kraft gibt es bei 170 PS zwar auch, das aber gut dosiert und vor allem unaufgeregt beschleunigt – was auch an der feinen Automatik (Lineartronic) liegt. Mit 7,1 Litern, mit denen der Durchschnittsverbrauch im Datenblatt steht, kommt man zwar in der Praxis selten aus, dafür kommt man mit dem 60-
Liter-Tank relativ weit.

Den permanenten, symmetrischen Allrad, den Subaru in all seinen Modellen außer dem Sportcoupé verbaut hat, merkt man im Normalbetrieb so gut wie gar nicht. Aber in schnellen Kurven und auf unsicherem Terrain sorgt er für ein gutes Gefühl (und die nötige Traktion).

Auch in Sachen Ausstattung spielt der Levorg nicht in der Söldner-, sondern in der Gentlemen-Liga. Knie-Airbags gibt es beim GT-S serienmäßig, ebenso wie Zwei-Zonen-Klimatisierung oder Aluminium-Aufsätze für die Pedale und die Fußstütze. Und sogar das Schiebedach steht auf der Serienausstattungs- liste.
Großzügig Platz hat er auch noch, der Allrad-Kombi. Für lange Beine und breite Schultern sowieso, nur mit Hut wird es im Fond etwas eng. Groß und gut zugänglich der Kofferraum, klug und reichlich die Ablagen (wie die Flaschenplätze in den Fondtüren).
Ach ja, und der Name? Kommt von Legacy, Revolution und Touring. Macht in Summe: Levorg.


 


Im NÖN-Test: Subaru Levorg 1.6 GT-S Lineartronic

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplät-ze, Länge x Breite x Höhe 4.690 x 1.780 x 1.490 Millimeter, Radstand 2.650 Millimeter, Wendekreis 11,8 Meter, Eigengewicht 1.568 Kilogramm, Anhängelast gebremst 1.500 Kilogramm, Kofferraumvolumen 522 bis 1.446 Liter.
Motor: Benziner, Boxer, Turbo, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.600 Kubikzen-timeter, 170 PS, 250 Newtometer, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, in 8,9 Sekunden auf Tempo 100, 7,1 Liter pro 100 Kilometer, 164 Gramm CO2 pro Kilometer.
Kraftübertragung: permanenter All-radantrieb, stufenlose Automatik (mit sechsstufigem, manuellem Modus).
Preis & Serienausstattung: ab 32.990 € (Testauto) – sieben Airbags, Subaru Intelligent Drive, dynamische Stabilitätskontrolle, Start/Stopp-System, LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Spurwechsel- und Fernlichtassistent, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbare Sportsitze vorne, Sportlenkrad, Aluminiumpedalerie, elektrisches Glasschiebedach.
Fazit: Ganz schön elegant – für einen Allradler!