Erstellt am 05. September 2016, 11:38

von Georg Sigloch

Der neue Skoda Kodiaq. Für die Tschechen ist der Kodiaq ein „Meilenstein“ – der „große SUV“ hat zweifellos das Zeug zum Verkaufsschlager.

Kodiaq? Der Kodiakbär ist eine Unterart des Braunbären. Er lebt auf der Kodiak-Insel und den benachbarten Inseln (Afognak, Shuyak) vor der Südküste Alaskas und gilt neben dem Eisbären und dem Kamtschatkabären als das größte an Land lebende Raubtier der Erde.

Der Kodiaq ist der erste „große SUV“ der Tschechen (in der VW-Skala zwischen Tiguan und Touareg, mit Tendenz Richtung Touareg) – und ihr erster Bis-zu-Siebensitzer. „Ein bärenstarkes Modell“, betonen die Tschechen. 4.697 Millimeter lang (um 40 Millimeter länger als ein Octavia), 1.882 Millimeter breit und 1.676 Millimeter hoch – mit seinen Abmessungen bewegt sich der Fünftürer am oberen Rand des kompakten Segments.

Er basiert auf dem Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns, in dem strikter Leichtbau eine große Rolle spielt (Basis-TSI mit Frontantrieb ab 1.452 Kilogramm). Das Platzangebot ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern: Mit 2.065 Litern bietet der Kodiaq den größten Kofferraum seiner Klasse! Und wenn es sein muss (und die Beifahrersitzlehne umklappbar ist), dann passen bis zu 2,80 Meter lange Gegenstände rein. Auch nicht uninteressant: Der Skoda kann mit dem Antriebsstrang TDI/DSG/4x4 einen Anhänger bis zu 2,5 Tonnen Gewicht ziehen.

„Mit dem Kodiaq startet die Marke Skoda ihre breit angelegte SUV-Offensive und wird neue Märkte und Kunden erobern!“

Max Egger, Geschäftsführer Skoda Österreich

Bleiben wir gleich bei den Motoren: Zwei Diesel und drei Benziner (von 125 bis 190 PS) werden beim Start zur Auswahl stehen. Mit EU6-Abgasnorm, Start/Stopp-Automatik, Energierückgewinnung und Zylinderabschaltung (beim Benziner mit 150 PS). Der Einsteiger-TDI (150 PS) soll sich im Schnitt mit 5,0 Litern begnügen. In Planung: 116-PS-Diesel, RS-Version mit 230-Diesel-PS (2018) sowie ein Plug-in-Hybrid.

Nahezu alle Assistenz- und Multimediasysteme aus dem VW-Konzernregal sind für den Kodiaq erhältlich. Herausheben wollen wir den (optionalen) Anhängerrangierassistenten: Wenn der Wagen einen Trailer zieht, übernimmt das System bei langsamer Rückwärtsfahrt das Lenken. Bei der Vernetzung will Skoda dem Vernehmen nach sogar in die erste Reihe aufrücken und spendiert dem SUV einen (als Extra erhältlichen) Online-Zugang mit WLAN-Hotspot und Verkehrsdaten in Echtzeit.

Unter das Motto „Simply clever“ fallen Detaillösungen wie der ausklappende Türkantenschutz und ein Schlafpaket mit speziellen Kopfstützen. Alles in allem werden mehr als 30 „Simply Clever“-Lösungen angeboten, darunter sieben neue …

 Neu: Skoda Kodiaq

 Start & Preis. Ab März 2017 (zu diesem Zeitpunkt startet auch der facegeliftete Octavia). Offizielle Preise gibt es noch nicht – der Einstiegs-Kodiaq soll zwischen 25.000 und 30.000 € kosten.