Erstellt am 09. Mai 2016, 08:54

von Franz Farkas

Suzuki Baleno: Flüssig in Form gebracht. Die Rückkehr … Es gibt wieder den Baleno von Suzuki – aber diesmal nur in einer Karosserievariante.

 |  NOEN, Suzuki

Es gab schon einmal einen Baleno, Suzuki produzierte ihn von 1995 bis 2001 – und zwar in drei Karosserieversionen (Dreitürer, Viertürer und Kombi). Nun wurde der Name reaktiviert – Baleno neu kommt ausschließlich als Fünftürer, angetreten wird gegen VW Polo, Opel Corsa & Co.

Die Baleno-Form nennen die japanischen Marketingstrate-gen „liquid“, also flüssig. Damit ist die eher rundliche Karosserie gemeint, die gefällig anzusehen ist und einen äußerst sympathischen Eindruck hinterlässt. Der 3,99 Meter lange Wagen überzeugt mit angenehmen Platzverhältnissen. Selbst vier große Erwachsene reisen anständig. Und im Urlaub kann der Baleno mit 355 Litern Kofferraum sogar eine Tasche mehr einladen als die Konkurrenz aus Wolfsburg.

„Wir sind mit dem neuen Baleno keine
Experimente eingegangen!“
Helmut Pletzer, Geschäftsführer Suzuki Austria

Das klassentypische Hartplastik stört kaum, die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Innen findet man sich relativ schnell zurecht, auch wenn die Informationsflut für ein Auto in dieser Klasse fast zu viel des Guten ist. So gibt es zum Beispiel eine Anzeige für die Fliehkräfte, die in schneller gefahrenen Kurven auf das Auto wirken. Natürlich gibt es auch einige Assistenten, wie etwa eine radargesteuerte aktive Bremsunterstützung, die nicht nur warnt, sondern im Bedarfsfall ab 5 km/h den Wagen auch abbremst.
 



Motorisch setzt man auf zwei Benziner (kein Diesel geplant) – auf einen 1,2-Liter-Vierzylinder mit 90 PS und auf einen aufgeladenen 1,0-Liter-Dreizylinder, der 112 PS auf die Vorderräder wuchtet (Höchstgeschwindigkeit 200 km/h). Auf Wunsch lässt sich der Vierzylinder mit einem Mildhybrid-Modul kombinieren – das bedeutet, dass während der Fahrt Energie gewonnen, in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert und beim Beschleunigen in zusätzlichen Schub verwandelt wird, rein elektrisch kann aber nicht gefahren werden.

Die Mildhybrid-Version soll 4,0 Liter pro 100 Kilometer brauchen, das sind 94 Gramm CO2 pro Kilometer. Zu erwähnen ist auch das Start/Stopp-System, das bei der Mildhybrid-Version schon im Rollbetrieb unter 15 km/h aktiv wird. Im Fahrbetrieb gibt sich der Suzuki unauffällig brav. Der Vierzylinder sorgt für standesgemäße Fortbewegung, mit dem Dreizylinder kann man schon quirlig unterwegs sein.

Neu: Suzuki Baleno

Start & Preis. Markteinführung in Österreich ist jetzt Mitte Mai. 1.2 Dualjet (90 PS) ab 13.690 €, 1.0 Boosterjet (112 PS) ab 15.990 €, 1.2 Dualjet SHVS ((Smart Hybrid Vehicle by Suzuki – Mildhybrid) ab 17.890 €. Optional: 1,2-Liter-Motor mit stufenloser Automatik (CVT), 1,0-Liter-Motor mit sechsgängiger
Automatik. 

Drei Ausstattungsversionen stehen zur Auswahl: pure (sechs Airbags, ESP, Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorne), clear (Berganfahrhilfe beim CVT, Sitzheizung vorne, Rücksitzbank 60:40 umklappbar, CD/MP3-Radio, Bluetooth), flash (radargestützte aktive Bremsunterstützung, adaptiver Tempomat mit Geschwindigkeitsregler, Klimaautomatik, Navigationssystem, Start/Stopp-System, 16-Zoll-Aluminiumfelgen).

Bei Suzuki Austria erhofft man sich für heuer einen Absatz von etwa 1.000 Stück, 2017 sollen es 1.500 werden.