Erstellt am 12. August 2013, 08:27

TEST: Die magische Sieben. Mini | Und täglich grüßt das Murmeltier – könnte man meinen, wenn Mini wieder mal ein neues Derivat abliefert. Der Mini Cooper S Paceman All4 im Exklusiv-Test!

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Von Thomas Vogelleitner

Sieben Zwerge … Sieben Weltwunder … Das verflixte siebte Jahr … Im siebten Himmel … Sieben auf einen Streich … Sieben Todsünden … Die Sieben begleitet uns nahezu immer und überall! Der Paceman ist – nach Limousine, Kombi, SUV, Cabrio, Roadster und Coupé – das siebte Modell in der (aktuellen) Mini-Familie. Es handelt sich dabei um einen Ableger des Mini-SUVs Countryman. Der 4,12 Meter lange Wagen geht im Revier zwischen Nissan Juke und Range Rover Evoque auf Kundenfang. Unten SUV, oben Coupé – also ein stämmiger Körper mit elegant schrägem Dach. Dieses Konzept hat Mini bei der Konzernmutter abgeschaut (BMW X6) – intern läuft der Paceman deshalb als „X6 des kleinen Mannes“.



Der „Pionier im urbanen Verkehrsgeschehen“ (© Mini) hat eine kraftvolle Statur und sportlich-elegante Coupélinien. Konzipiert wurde er als echter Viersitzer – der Fondbereich gehört aber nicht gerade in die Kategorie Raumwunder. Der Paceman ist eher für Paare gedacht, die nur gelegentlich Verwendung für die Rückbank haben. Geht voll okay: Das maximale Kofferraumvolumen von 1.080 Liter – zudem ist der Kofferraum bequem über eine große Heckklappe erreichbar. Nettes Goody: Center Rail (ein Anlage- und Befestigungssystem, das den Innenraum in zwei Hälften teilt). Auch nicht schlecht: Die Farbe des Innenlichts kann (optional) mit Hilfe eines Schalters stufenlos zwischen warmem Orange und sportivem Blau variiert werden.

Fahreindruck? Typisch Mini – Gokart-Feeling pur! Knackig, handlich und agil macht er seinem Namen alle Ehre – und gibt auf der Landstraße tatsächlich die Pace vor. Unser Testwagen hatte 184 PS – damit war er (in Kombination mit einem mitdenkenden Allradantrieb, im Normalfall werden bis zu 50 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterachse geleitet) perfekt motorisiert. Naja: Beim Einparken wird es ohne elektronische Hilfe eng – der Rückblick ist durch das schmale Heckfenster eingeschränkt.
Fazit: Die Nische in der Nische – der Paceman macht (typisch Mini) verdammt viel Spaß …


Im Exklusiv-Test: Mini Cooper S Paceman All4

Preis & Serienausstattung
Ab 31.300 € – sechs Airbags, dynamische Stabilitäts- und Traktions-kontrolle, Sportfahrwerk, Regensensor und automatische Fahrlichtsteuerung, Klimaanlage, CD-Radio, Sportsitze vorne, Reifen mit Notlaufeigenschaften, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Start/Stopp-Funktion, Bremsenergierückgewinnung.

Karosserie
Drei Türen, vier Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.115 x 1.786 x 1.522 Millimeter, Radstand 2.596 Millimeter, Wendekreis 11,6 Meter, Eigengewicht 1.370 Kilogramm, Tankin-halt 47 Liter, Kofferraumvolumen 330 bis 1.080 Liter.

Motor
Benziner, Twin-Scroll-Turbolader, Direkteinspritzung, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.598 Kubikzentimeter, 184 PS, 240 (Overboost 260) Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 212 km/h, in 7,8 Sekunden auf Tempo 100, 6,7 Liter (ROZ 91 bis 98) pro 100 Kilometer, 157 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung
Permanenter Allradantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).