Erstellt am 22. September 2014, 12:04

von Franz Farkas

Touareg: Facelift für die zweite Generation. Wolfsburg hat den Premium-SUV Touareg weiterentwickelt, die zweite Generation fit für die zweite Lebenshälfte gemacht. Gänzlich neu: Segelfunktion.

 |  NOEN, (Volkswagen AG)
Der Touareg ist ein Bestseller. Nahezu 800.000 Stück hat VW seit dem Debüt 2002 verkauft (davon rund 11.000 in Österreich). Vor allem als Business-Auto ist das SUV-Flaggschiff immer noch sehr beliebt, wenngleich es bisher nicht gerade als verbrauchsgünstig galt. Vier Jahre ist die zweite Generation nun am Markt – Zeit für ein gezieltes Facelift!

Front- und Heckpartie wurden dezent überarbeitet. Der Wagen präsentiert sich in Zukunft
einen Hauch sportlicher, attraktiver. Markant: die neu konzipierten Bi-Xenon-Scheinwerfer, die immer serienmäßig dabei sind. Aktualisiert wurde auch das Farbspektrum – neu z. B.: „Reef Blue Metallic“ und „Black Oak Brown Metallic“. Und den Innenraum hat man ebenfalls behutsam aktualisiert – so wurden u. a. die für den Touareg typischen Aluminiumschalter neu designt, sie wirken optisch als seien sie aus einem vollen Metallblock gefräst worden. Eine nun weiße Beleuchtung sämtlicher Schalter und Regler (statt zuvor in Rot) verfeinert das Interieur-Ambiente.

Maximale Anhängelast bei 3,5 Tonnen

Besonders im Fokus der Weiterentwicklung standen die V6-TDI-Motoren (204 und 262 PS). Beide haben einen SCR-Katalysator bekommen. Mit der „Selective Catalytic Reduction“ werden die Stickoxide im Abgas signifikant reduziert, so wird die Abgasnorm Euro 6 locker erfüllt. Ebenfalls neu an Bord: eine Segelfunktion (beim BlueMotion-Technology-Modell). Während des Segelns wird der Motor von der achtgängigen Automatik entkoppelt, um in Phasen ohne Beschleunigungsbedarf die kinetische Energie zu nutzen und so den Verbrauch weiter zu senken (bis 150 km/h möglich).

Ergibt unter dem Strich einen Spritverbrauch von nur (ab) 6,6 Liter pro 100 Kilometer (beide V6 TDI). Fahreindruck mit den stärkeren V6 TDI: einfach herrlich! Man gleitet entspannt dahin – in den Innenraum dringen kaum Motor-, Reifen- oder Windgeräusche. Eher Minderheitenprogramm: V8 TDI (340 PS, übrigens der stärkste Selbstzünder im VW-Programm – Höchstgeschwindigkeit 242 km/h) und Hybrid (V6 TSI mit 333 PS, Elektromotor mit 46 PS – Systemleistung 380 PS, rein elektrisch sind bis zu zwei Kilometer möglich).

Auch der neue Touareg kann offroad viel mehr als die meisten seiner Fahrer (aber: Wer fährt mit so einem schönen Auto schon ins Gelände?). Mit der optionalen Luftfederung steht eine Bodenfreiheit von bis zu 300 Millimetern zur Verfügung. Ebenfalls nicht ohne: Die Anhängelast wurde auf 3,5 Tonnen erhöht. Starker Typ!


Neu: VW Touareg

Start & Preis. Der Vorverkauf startet voraussichtlich Ende September, die Markteinführung erfolgt voraussichtlich Ende Oktober. Die Preise sind noch nicht fixiert – der Startpreis soll unter 55.000 € liegen.
Serienmäßig bei den V6-TDI-Modellen: permanenter Allradantrieb, elek-tronische Stabilitätskontrolle mit Gespannstabilisierung, Multikollisionsbremse, Geschwindigkeitsregelanlage, Bi-Xenon-Scheinwerfer, 17-Zoll-Leicht-metallräder (mit 235er-Reifen), Infotainmentsystem mit Touchscreen, Klimaautomatik, Rücksitzbank in der Längsrichtung um 160 Millimeter verschiebbar und im Verhältnis 40:20:40 teilbar. Zusätzlich haben die BlueMo-tion-Technology-Modelle: Start/Stopp- System, Rekuperationsmodus, Segelfunktion (Freilauf).
Erwarteter Motorenmix (in Österreich): 98 Prozent V6 TDI, zwei Prozent V8 TDI. Der Touareg Hybrid ist nur auf Wunsch erhältlich. Zentrale Mitbewerber: BMW X5, Mercedes-Benz M-Klasse, Range Rover Sport, Jeep Grand Cherokee.

Außerdem …

Seit 21. September sind Rainer Zietlow, Marius Biela und Mattias Prillwitz auf großer Tour: Mit einem neuen VW Touareg V6 TDI geht es vom Nordkap in Norwegen zum Kap Agulhas in Südafrika – von Kap zu Kap!
Die mehr als 17.000 Kilometer lange Route führt durch 19 Länder. Es warten tiefe Schlaglöcher im Sudan, unzählige Serpentinen im afrikanischen Hochland sowie die berühmte Wellblech- und Vulkansteinpiste „Road of Hell“ im Norden Kenias. Die Temperaturen liegen zwischen Werten um den Gefrierpunkt in Norwegen und knapp 50 Grad im Sudan. Der VW ist ausgestattet mit einem Überrollkäfig sowie zwei Zusatztanks (ergibt eine Reichweite von 3.000 Kilometern). www.touareg-capetocape.com