Erstellt am 16. Juni 2014, 08:30

von Thomas Vogelleitner

Toyota Auris TS im BVZ-Test. Der Auris TS ist derzeit einer der interessantesten Kompaktkombis am Markt.

Allrounder: Auris TS (das TS steht für Touring Sports). Ein harmonisches, rundum stimmiges Gesamtpaket.  |  NOEN, Toyota
Was bei unserem Testwagen sofort auffällt, ein absoluter Eyecatcher ist: das optionale Panoramaglasdach (heißt Skyview). Sorgt für eine luftige und helle Atmosphäre (an die man sich sofort gewöhnt), und in der Nacht können die Mitfahrer die Sterne bewundern, oder sie zählen (wenn ihnen langweilig ist). Übrigens eines der größten Panoramaglasdächer in der Kompaktklasse (1.553 Millimeter lang, 960 Millimeter breit).

Generell ist der Auris TS eine schicke Erscheinung – nicht nur die Frontpartie kann sich mehr als sehen lassen. Das Auto ist aus praktisch jeder Perspektive stimmig gestaltet, und es gibt, in genau richtiger Dosierung, ein paar grafische Spielereien, die es flott und schwungvoll aussehen lassen. Am Heck sind es etwa die zackig geformten Rückleuchten.

Beachtliches Ladevolumen und Laderaumlänge 

Bleiben wir gleich beim Heck: beachtliches Ladevolumen (maximal 1.580 Liter), praktische Laderaumlänge (bis zu 2.047 Millimeter), angenehm niedrige Ladekante (um übrigens 100 Millimeter niedriger als beim Schrägheck-Auris). Zudem sind folgende Goodies serienmäßig an Bord: Easy-Flat-System (ermöglicht mit nur einem Handgriff das Umklappen der Rücksitze), doppelter Ladeboden („Geheimfach“), Zwei-Wege- Laderaumabdeckung.

Hybrid hin, Hybrid her – sorry, aber mit dem 2,0-Liter-Selbstzünder (Hubraum ist durch nichts ersetzbar) ist der in England produzierte Toyota perfekt motorisiert. Herrlich, wie schaltfaul man unterwegs sein kann – und wenn es sein muss, ist der Kombi knapp 200 km/h schnell. 4,4 Liter Durchschnittsverbrauch gibt Toyota an – wir haben 6,2 Liter geschafft, mit Klimaautomatik, mit Radio, mit nicht gerade langsamer Fahrweise. Fällt nach wenigen Metern auf: die ordentliche Geräuschdämmung, das angenehm abgestimmte, gutmütige Fahrwerk (absolut langstreckentauglich) und das wirklich gut zu schaltende Sechs-Gang-Getriebe.

Fazit: Muss sich vor Golf Variant & Co. nicht verstecken – interessanter Japaner aus Europa!
 

Im BVZ-Test: Toyota Auris TS 2.0 D-4D Active

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.560 x 1.760 x 1.475 Kilogramm, Radstand 2.600 Millimeter, Wendekreis 10,4 Meter, Eigengewicht 1.345 Kilogramm, Anhängelast gebremst 1.500 Kilogramm, Kofferraumvolumen 530 bis 1.580 Liter.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel, vier Zylinder, 16 Ventile, 1.998 Kubikzentimeter, 124 PS, 310 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 195 km/h, in 10,5 Sekunden auf Tempo 100, 4,4 Liter pro 100 Kilometer, 115 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Frontantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).

Preis & Ausstattung: ab 25.265,08 €, der günstigste Auris TS (1.33 Dual VVT-i Young) kostet 18.049,05 €.

Serienmäßig: sieben Airbags, Fahrzeugstabilitäts- und Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe, Start/Stopp-System, Zwei-Zonen- Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth, 205er-Bereifung. Extras: Design-Paket (Skyview-Panoramaglasdach, Privacy-Glas) 1.500 €, Touch& Go-Navigationssystem 562,50 €e.

Plus & Minus:

+ kraftvoller, kultivierter Dieselmotor
+ hohe Sicherheit (u. a. Fahrerknie-Airbag)
+ Preis/Leistungs-Verhältnis
– Die modernen Assistenzsysteme (wie z. B. Toter-Winkel-Warner) fehlen, aber braucht man sie wirklich?