Erstellt am 24. März 2013, 13:32

Toyota fährt Produktion kräftig rauf. Nach der Rückkehr an die Weltspitze hält Toyota einem Zeitungsbericht zufolge den Druck auf die Konkurrenz aufrecht und fährt die Produktion um zehn Prozent rauf. Der japanische Autobauer wolle in seiner Heimat von April bis September nun 2,5 Millionen Fahrzeuge fertigen, gut 200.000 mehr als bisher geplant, schrieb die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Wochenende.

Dem Blatt zufolge hat die jüngste Schwäche des Yen Toyotas Exporte vor allem in die USA und den Nahen Osten angetrieben. Nach einer Schwächephase auch wegen der Tsunami-Katastrophe 2011 hatte Toyota im vergangenen Jahr den Spitzenplatz in der Branche zurückerobert und die amerikanische Opel-Mutter General Motors und Volkswagen hinter sich gelassen.

Neuen Schwung verspürt Toyota durch die expansive Fiskal- und Geldpolitik unter dem neuen japanischen Regierungschef Shinzo Abe. Dies hat in den vergangenen Monaten zu einem kräftigen Yen-Verfall geführt, wodurch die Produkte japanischer Unternehmen im Ausland billiger und damit möglicherweise attraktiver werden. Da Toyota weiterhin viele Autos in Japan baut, profitiert der Konzern beim Export besonders von einem günstigen Wechselkurs. Hinzu kommt, dass Toyota auf dem wichtigen chinesischen Markt wieder aufholt, seit der Boykott japanischer Produkte dort nachgelassen hat.

Allerdings stieß Japan mit seiner lockeren Geldpolitik international teils auf scharfe Kritik. Dem Land wurde vorgeworfen, einen Abwertungswettlauf mit anderen wichtigen Währungsräumen zu riskieren.

Um die Führung auf dem globalen Automarkt ist ein Dreikampf entbrannt, der immer mehr an Fahrt gewinnt. Schon in diesem Jahr dürfte Volkswagen GM überholen. Spätestens 2018 will VW dann Toyota von der Spitze verdrängen.