Erstellt am 02. August 2012, 13:48

Toyota ruft weltweit 1,5 Millionen Autos zurück. Der Autobauer Toyota ruft erneut zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Zur Überprüfung der Spurstangen an der Hinterachse sollen weltweit 1,5 Millionen Fahrzeuge zurückgeholt werden, kündigte die deutsche Tochter des japanischen Autobauers am Mittwoch an. In Österreich sind rund 12.000 Autos der Modelle RAV4, Avensis T27 sowie Auris D-CAT von dem Rückruf betroffen.

Es geht um einen Konstruktionsfehler im Bereich der Hinterachsen. Die Besitzer der Fahrzeuge, die ab 2005 gebaut wurden, sollen ab Donnerstag darüber informiert werden, um ihre Autos in Werkstätten überprüfen zu lassen. Grund ist eine fehlende Fixierung an den hinteren Spurstangen. Auf Anfrage der APA teilte Toyota Österreich mit, hierzulande seien noch keine Unfälle aufgrund des Mangels bekannt. Es hätten sich bisher auch noch keine Kunden wegen möglicher technischer Fehler gemeldet - auch nicht beim ÖAMTC, wie eine Anfrage am Donnerstag ergab.

In den USA werden zudem Halter eines bestimmten Modells der Toyota-Luxusmarke Lexus angeschrieben, der nicht in Europa verkauft wird. In den Werkstätten muss an den hinteren Stoßstangen zum Abschluss von Einstellarbeiten eine Einstellhülse mit zwei Muttern im vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Bleibe diese Fixierung aus, könne in der Folge Spiel entstehen und sich die Position des Hinterrades auf die Spur verstellen. In Europa seien aber derzeit keine Unfälle in diesem Zusammenhang bekannt, hieß es weiter.

Erst im März dieses Jahres hatte der Autobauer 700.000 Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten beordert. Seit der Pannenserie vor zwei Jahren ist Toyota sehr sensibel bei Fehlern und hat bereits mehrfach freiwillig Rückrufe gestartet. So soll ein Image-Schaden wie im Jahr 2010 vermieden werden. Viele der gemeldeten Vorfälle von damals entpuppten sich zwar später als Fehler der Fahrer, doch bei Toyota brachen die Verkäufe ein.