Erstellt am 24. August 2015, 08:34

von Michaela Fleck-Regenfelder

Toyota Verso 1.6 D-4D Active im NÖN Test. Viel Platz und vor allem viel Variabilität hat Toyotas Kompakt-Van-Klasse namens Verso zu bieten. Und angenehm handlich ist sie zudem auch noch …

Guter Schnitt, viel Bewegungsfreiheit: das Blechkleid von Toyotas Verso. Auch die Außenfarbe Weiß (einmal als Uni-Lackierung, einmal als Metallic-Variante zu haben) steht im gut. Unter dem Blech ist der in der Türkei produzierte Japaner ein halber Österreicher - dank des BMW-Diesels aus Steyr. Fahreindruck? Souverän, keine Spaßbremse, absolut langstreckentauglich.  |  NOEN, Toyota
Verso gab es bei den Japanern schon einige. Yaris Verso, Corolla Verso, Avensis Verso … Seit März 2009 heißt der Verso nur mehr Verso. Und gehört seither in die Klasse der Kompakt-Vans (eine Nummer kleiner, also in der Klasse der Mikro-Vans, fährt seit 2011 der Verso-S).

Der Verso (ohne S) ist nicht nur kompakt und selbst im Großstadtdschungel ziemlich handlich. Er ist auch richtig schön variabel. Platz ist auf fast 4,5 Metern Gesamtlänge locker für fünf Personen. Platz ist, vorne wie hinten, auch für lange Beine und breite Schultern. Die drei Einzelsitze im Fond lassen sich ganz easy verstellen, verschieben und komplett versenken (heißt bei Toyota Easy-Flat-System). Im Kofferraum gehen sich nicht nur gleich mehrere zusätzliche Staufächer unter dem aufklappbaren Boden aus, sondern auch das Familienurlaubsgepäck.

Verso - ein halber Österreicher

Der 112-PS-Diesel kommt aus dem BMW-Motorenwerk in Steyr – macht den Verso zum halben Österreicher! Läuft ruhig und leicht, auch auf der Überholspur. Nur beim Almausflug braucht er erst ein bisschen Anlauf, aber damit kann man gut leben. Vorbildlich: der Durchschnittsverbrauch mit gerade einmal 4,5 Liter (sorry, Herr Tankwart). Sorgt für Komfort beim Schalten und Freiraum zwischen den Sitzen: Schalthebel gleich unter dem Klima- paneel in der Mittelkonsole.

Auch in Sachen Ausstattung ist der Verso ebenso flexibel wie vorbildlich. Sieben Airbags sind serienmäßig, elektronische Stabilitätskontrolle und Berganfahrhilfe sowieso. Wer auch im Herbst noch ein bisschen Sonne tanken will, der muss das (verdunkel-, aber nicht aufklappbare) Panoramadach mit dem hübschen Namen Skyview ordern. Und wer Familienzuwachs plant oder mit den Freunden zum Camping will, der sollte lieber gleich den Siebensitzer bestellen. Für alle Fälle …


Im BVZ-Test: Toyota Verso 1.6 D-4D Active

Karosserie: fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.460 x 1.790
x 1.630 Millimeter, Radstand 2.780 Millimeter, Wendekreis 11,2 Meter,
Eigengewicht 1.520 Kilogramm, Anhängelast gebremst 1.300 Kilogramm, Kofferraumvolumen 446 bis 1.740
Liter, Kofferraumlänge bei umgeleg-ten Rücksitzen 1.575 Millimeter.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel,vier Zylinder, 16 Ventile, 1.598 Kubikzentimeter, 112 PS, 270 Newtonme-ter, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, in 12,7 Sekunden auf Tempo 100, 4,5 Liter pro 100 Kilometer, 119 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Frontantrieb, Schaltgetriebe (sechs Gänge).

Preis & Serienausstattung: Testauto ab 26.890 e (der günstigste Verso ist ab 22.980 e zu haben) – inklusive: sieben Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, Berganfahrhilfe, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth, elektrisch einklappbare Außenspiegel, Rückfahrkamera, Ablagetische hinter den Vordersitzen. Gegen Aufzahlung: Skyview-Panoramaglasdach 756 e.

Fazit: Für große Familien und kleine Parklücken!