Erstellt am 23. März 2015, 09:21

von Madeleine Kopitschek

Mercedes-Benz V-Klasse im BVZ-Test. Platz – ein wahrer Luxus. Die V-Klasse ist ein Van der Kategorie XXL. Willkommen in der Wohlfühl-Lounge!

Urlaub mit der Familie. Oder Mountainbike-Ausflug in die Berge. Oder Shuttle-Dienst ... Die Einsatzgebiete sind umfangreich. Wir meinen: Die V-Klasse ist ein Multitalent, ein Alleskönner!  |  NOEN, Mercedes-Benz
Uffff – mein erster Gedanke, als ich die V-Klasse übernahm. Wie schaff ich nur die Fahrt ins Büro? Nach wenigen Metern das große Aufatmen: Der 5,14 Meter lange Wagen fuhr sich fast so easy wie ein Kompakter (naja: Tiefgaragen hab’ ich trotzdem gemieden, da war der Respekt einfach zu groß). Präzise und leicht wurde durch die Gegend dirigiert, selbst die Kehren bei Annaberg nimmt man relativ locker.

Komfortabel und dynamisch zugleich

Komfortabel und zugleich dynamisch präsentierte sich dabei das Fahrwerk: Bei milder Fahrweise sprach es sanft an – und bei eiliger straffer. Als Fahrer hat man dank der hohen Sitzposition immer den vollen Überblick über das Geschehen auf der Straße (gut für die Verkehrssicherheit), auch das vermeintlich schwierige Einparken wird dank dem aktiven Parkassistenten fast zum Kinderspiel. Locker bleiben …

Unter der Motorhaube unseres Testwagens: 190 Diesel-PS. Der Selbstzünder stellt für die „Premium-Limousine für acht Personen“ adäquate 440 Newtonmeter Drehmoment parat. Damit lässt sich auf Landstra-ßen stressfrei zu Überholmanövern ansetzen.



Und arm machte uns der Vierzylinder auch nicht: Im NÖN-Test waren es ca. acht Liter – ein Verbrauch, der sich sehen lassen kann. Ein gesondertes Lob gebührt auch der Bremsanlage, mithilfe derer sich der Hüne schnell und präzise verzögern lässt, sowie der weich und schnell zu Werke gehenden Automatik.

Top-Materialien, Top-Verarbeitung

Die größte Stärke der V-Klasse ist aber das Platzangebot. Laut Stuttgart übrigens „der geräumigste Pkw von Mercedes-Benz“. Glauben wir sofort. Fein: die Vis-a-vis-Bestuhlung – ideal zur Besprechung oder zum Kartenspielen. Maximal dürfen acht Personen in die Großraumlimousine und man fühlt sich dabei nicht wie in einer Sardinenbüchse. Typisch: Top-Materialien, Top-Verarbeitung.

Beruhigend: Die V-Klasse hat einen Seitenwindassistenten – unterstützt den Fahrer bei starken Seitenwindböen ab Tempo 80 im Bedarfsfall durch einen Bremseingriff auf der windzugewandten Seite.

Im BVZ-Test:
Mercedes-Benz V250 BlueTEC Avantgarde (lang)

Karosserie: fünf Türen (Schiebetüren im Fond), maximal acht Sitzplätze (serienmäßig: vier Einzelsitze im Fond), Länge x Breite x Höhe 5.140 x 1.928 x 1.880 Millimeter, Radstand 3.200 Millimeter, Wendekreis 11,8 Meter, Eigengewicht 2.145 Kilogramm, Anhängelast gebremst 2.500 Kilogramm, Kofferraumvolumen ab 1.030 Liter.

Motor: Common-Rail-Turbodiesel, vier Zylinder, 16 Ventile, 2.143 Kubikzentimeter, 190 PS, 440 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 206 km/h, in 9,4 Sekunden auf Tempo 100, 6,0 Liter pro 100 Kilometer, 157 Gramm CO2 pro Kilometer, Abgasnorm Euro 6.

Kraftübertragung: Heckantrieb, Automatikgetriebe (sieben Gänge).

Preis & Serienausstattung: ab 63.174 € – inklusive: sechs Airbags, ESP, Agility-Control-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem, Berganfahrhilfe, Seitenwindassistent, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Start/Stopp-Funktion, LED-Intelligent-Light-System …

Fazit: Wir müssen gestehen: Umso größer, umso besser!