Erstellt am 23. Juni 2014, 07:11

von Beatrix Keckeis-Hiller

Verspielt & vernetzt. Toyota | Mit plakativem Design und technischer sowie elektronischer Aktualisierung soll der Aygo das Herz Junger und Junggebliebener erobern.

Inspiriert von japanischen Mangas zeigt das Design des neuen Aygo ein auffälliges Gesicht.  |  NOEN, Toyota
Schwarz, Dunkelgrau, Dunkelblau und Silber, durchsetzt mit Weiß – das ist das vorherrschende Autofarbspektrum in Zentraleuropa. Amsterdam und Rotterdam sind da keine Ausnahme. Sie lieferten den Hintergrund für die farblich kontrastierende Premiere des neuen Toyota Aygo. Der fällt zum Beispiel in poppigem Orange oder in knalligem Rot auf, aber nicht nur dadurch. Auch durch sein markantes X-Frontdesign, wofür Toyota mit dem Begriff „J-Playful“ die japanische Jugendszene zitiert. Soll er doch mit Verspieltheit die Herzen junger und jung gebliebener Europäer erobern. Dazu gehört ein breit gefächertes Offert an Individualisierungsmöglichkeiten. Die bestehen unter anderem in diversen Farbkombinationen für Karosseriepaneele, Zierleisten und Felgen.

„Der neue Aygo ist ein verspielter und emotionaler Typ!“ Sebastian Obrecht, Pressesprecher Toyota Frey Austria

Soweit die äußeren Werte des Aygo, der nach wie vor aus einer Kooperation zwischen Toyota mit dem PSA-Konzern (Citroën und Peugeot) entstammt und weiter in Kolin (Tschechische Republik) gebaut wird.
Die Neubearbeitung des 2005 auf dem Markt gestarteten A0-Segment-Kandidaten hat ihm ein winziges Längenwachstum um 25 Millimeter beschert (nun: 3,455 Meter). Dafür kann man ins Kofferräumchen jetzt 29 Liter mehr Gepäck geben (nun: ab 168 Liter).

So plakativ wie Toyota das Exterieur modifiziert hat, so intensiv hat man die inneren Werte optimiert. Neu bearbeitet sind Fahrwerk, Federung, Dämpfung und Lenkung bei unveränderter Radstandslänge von 2,340 Metern. Hauptaugenmerk galt dem Antrieb, wobei sich die Auswahl auf eine Motorisierung reduziert hat: den 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner. Der leistet nun ein PS mehr (69 statt 68) und liefert zwei Newtonmeter mehr Maximaldrehmoment (95 statt 93). Auch wurde die Übersetzung des fünfgängigen Getriebes neu abgestimmt. Den Sprint auf Tempo 100 absolviert der mindestens 915 Kilogramm schwere Toyota in 14,2 Sekunden.

Nicht mehr als 4,1 Liter pro 100 Kilometer

Bedächtiger geht es zu mit der automatisierten Variante: 15,5 Sekunden. So oder so ist bei 160 km/h Schluss. Dabei darf das vibrations- und geräuschoptimierte Motörchen sportlich röhren, dafür haben die Sounddesigner gesorgt. Dennoch soll er nicht mehr als 4,1 Liter Sprit pro 100 Kilometer konsumieren (CO2: 95 Gramm pro Kilometer). Noch genügsamer geht es mit dem optionalen Eco-Paket: 3,8 Liter und 88 Gramm CO2.

Zum Fahrspaß addierten die Japaner Unterhaltung, sprich Infotainment auf topaktuellem Niveau. Und Vernetztheit. Dafür sorgt das neue Multimedia-System (Name: x-touch) mit Sieben-Zoll-Farbdisplay und der Option auf Smartphone-Integration. Navigation gibt es mittels einer mobilen Navibox, die im Handschuhfach angeschlossen wird. Eine Rückfahrkamera wird auch angeboten.

Natürlich ist der Aygo auch in den eingangs angeführten Farben zu haben: Lustiger sieht er aus in Super-Rot oder Pop-Orange. Eine weitere (fröhliche) Farbe soll folgen. Finale Anmerkung: Von seinen Brüdern, dem Citroën C1 und dem Peugeot 108, will sich der Toyota bewusst abheben. Die Freiheit dazu besteht nicht nur in der Farbwahl, auch darin, dass an Karosseriebauteilen nur die vorderen Türen für alle drei gleich sind.

Neu: Toyota Aygo

Start & Preis. Markteinführung am 1. September. Die Preise stehen noch nicht fest, sie werden jedoch laut Importeur in jedem Fall unter 10.000 € beginnen.

Das Einstiegsmodell heißt x – und hat serienmäßig: sechs Airbags, Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrolle, Radiovorbereitung, LED-Tagfahrlicht. Weiters: x-play (Klimaanlage, Multifunktionslederlenkrad, Bluetooth), x-cite (Audiosystem mit Sieben-Zoll-Display, Rückfahrkamera), x-clusive (Klimaautomatik, schlüsselloser Zugang und Start) und x-wave (Teilledersitze, 15-Zoll-Aluminiumräder).

Dazu kommen diverse in Pakete verpackte Optionen, die u. a. Ledersitze mit Sitzheizung, faltbares Textildach, Infotainment- und Navigationssystem etc. beinhalten, darunter auch ein Eco-Paket (Start/Stopp-System, roll-widerstandsoptimierte Reifen und geglätteter Unterboden).

Prognostizierter Karosseriemix: 80 Prozent Fünftürer, 20 Prozent Dreitürer. Stückzahlerwartung im ersten Volljahr (2015): rund 350 Fahrzeuge österreichweit. Marktanteilsziel im Kleinstwagensegment: Steigerung von 1,25 auf 3,0 Prozent.