Erstellt am 25. Februar 2013, 10:11

Viel Kraft, wenig Saft. Fiat | Die Motorenpalette des 500L wird erweitert – um einen kräftigen und dennoch sparsamen Selbstzünder mit 105 PS. Und: Siebensitzer wird gegen Ende des Jahres erwartet.

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Von Beatrix Keckeis-Hiller

Fiat konzentriert sich (wieder) auf die Stammdomäne – nämlich auf die Kleinwagen. Wobei dieser Begriff dehnbar ist, wie die Turiner anhand des 500L beweisen. Wohl hat dieser gedehnte und gestreckte Cinquecento-Ableger Stilelemente des putzigen 500ers. Doch ist er ein gestandener Van, wenn auch eine Mini-Ausgabe mit einer Länge von nur knapp mehr als vier Metern (4,15 Meter). Darin haben fünf Personen Platz, das maximale Kofferraumvolumen geben die Italiener mit 1.310
Liter an.

Bereits auf dem Markt ist der Fiat in drei Motorversionen: 1.4-Liter-Saugbenziner mit 95 PS, 1,3-Liter-Turbodiesel mit 85 PS (1.3 MultiJet) sowie 0,9-Liter-Zweizylinder-Turbobenziner mit 105 PS (TwinAir, unterbietet mit CO2-Emissionen von 112 Gramm pro Kilometer bereits die für 2020 festgelegten Grenzwerte in Europa).

Jetzt kommt als vierte Option ein kräftigerer Diesel dazu: ein 1,6-Liter-Common-Railer (Turbo) mit 105 PS (1.6 MultiJet II) samt manuellem Getriebe (sechs Gänge) und Start/Stopp-System. Der 1.600er bietet in der Praxis saftige Kraft, begleitet von feinem Brummeln, und braucht dazu nicht viel Saft. Fiat verspricht, dass er sich mit 4,5 Litern auf 100 Kilometern begnügen kann (117 Gramm CO2 pro Kilometer). Auf einer ersten Ausfahrt mit dem Streckenmix Stadt/Land/Autobahn überstieg der Konsum die Fünf-Liter-Marke kaum. Ebenfalls angenehm für das Geldbörsel: Das Inspek-tionsintervall des 500 L 1.6 MultiJet II ist auf 30.000 Kilometer bzw. alle zwei Jahre ausgedehnt worden. Das bedeutet, das Fahrzeug muss pro 100.000 gefahrene Kilometer einmal weniger zum Service.

Im Laufe des Jahres kommt mit einer Erdgas-Variante eine fünfte Motorisierungsoption hinzu.
Die nächste 500L-Ausbaustufe ist der Siebensitzer – um Platz für die dritte Reihe zu schaffen, wird der hintere Überhang verlängert. Der Lang-L ist gegen Ende dieses Jahres zu erwarten. Und dann wird 2014 noch ein (allradgetriebener) SUV auf Basis des 500L folgen, baugleich mit einem künftigen kleinen Jeep-Modell.

Neu: Fiat 500L 1.6 MultiJet II
Start & Preis. Markteinführung Ende März, ab 21.000 €. Das Einstiegsmodell hat: sechs Airbags, ESP, Klimaanlage, Leder-Multifunktionslenkrad & -Schaltknauf, CD/ MP3-Radio, Bluetooth. Erwarteter Dieselanteil (insgesamt) beim 500L: 70 Prozent.