Erstellt am 20. April 2015, 11:09

von Franz Farkas

VW-Bus: Erfolgsstory Teil 6. Eine Legende in sechster Auflage. Der VW-Bus T6 ist enthüllt worden: Kantigeres Design und saubere Technik.

Einst und jetzt - die erste und die sechste Generation des VW-Busses.  |  NOEN, VW
Vor 65 Jahren kam der erste VW-Bus auf den Markt, eine Idee des damaligen holländischen Importeurs. Mittlerweile wurden rund zwölf Millionen gebaut. Erfolg macht stark – und verpflichtet!

Frontpartie ist komplett neu gestaltet

Einer der Gründe für die „Rundumerneuerung“ sind die neuen Motoren, die die Euro-6- Abgasnorm (ab 1. September 2015 Pflicht) erfüllen müssen. Auch die Ansprüche der Kunden, die sich auch von einem Nutzfahrzeug Annehmlichkeiten eines Pkws erwarten, sind in den vergangenen zwölf Jahren, seit der Einführung des T5, gestiegen.

Optisch wurde der neue „Bulli“ kantiger, die Frontpartie ist komplett neu gestaltet. Die erwartete Revolution in Sachen Design blieb allerdings aus – Insider sprechen davon, dass dies erst mit der nächsten Generation kommen wird (also frühestens 2025).

Sechs neue Motoren stehen zur Auswahl

Sechs neue Motoren werden beim Start zur Auswahl stehen: Diesel mit 84, 102, 150 und 204 PS (ein Selbstzünder mit 114 PS wird im Frühjahr 2016 nachgereicht), Benziner mit 150 und 204 PS. Alle mit Start/Stopp-Automatik. Fix und interessant für Österreich: Es wird wieder einen Allradantrieb geben, diesmal sogar mit einem Doppelkuppungsgetriebe kombinierbar.



VW verspricht: „Attraktiver und variantenreicher denn je!“ Beim Thema Karosserievarianten wird beim T6 alles vorhanden sein – vom einfachen Transporter mit Heckklappe über den Pritschenwagen, den Personentransporter (Multivan) bis hin zum California (mit Campingausstattung). Sitzvarianten, Schiebetüren sowie Innenausstattung sind faktisch frei wählbar. Zur Markteinführung wird es auch ein zweifärbiges Sondermodell (Generation Six) geben, das an den ersten Samba-Bus erinnern soll.


Neu: VW T6

Start & Preis. Ab Juni. Die Preise sind noch top secret, werden aber sicher über denen der T5-Modelle liegen. Laut Insidern wird sich unter 30.000 e nichts abspielen. Es gibt haufenweise neue Ausstattungsoptionen: elektrisch verstellbare Sitze, elektrische Heckklappe, Rückfahrkamera, dreifach verstellbares Fahrwerk …


„Bulli“ & Co.

Die Spitznamen des VW-Busses sind fast so zahlreich wie die Varianten der Modellreihe. Im englischen Sprachraum heißt das Auto zum Beispiel „Brick“ (Ziegelstein), „Fat Chick“ (dickes Huhn) oder „Splitty“ (Anspielung auf die geteilte Frontscheibe der T1-Modelle). Weiters: „Combi Asesina“ (Mörder-Kombi,
Peru), „Pao-de-Forma“ (Brotlaib, Portugal), „Junakeula“ (Zugfront, Finnland), „Velha Senhora“ (alte
Dame, Brasilien) … Der deutsche Name „Bulli“ entstand aus einer Kombination von Bus und Lieferwagen.